Segeln America´s Cup
Neues Boot noch nicht fertiggestellt

In den Vorbereitungsrennen für den 32. America´s Cup wird dem Team Germany das neue Boot noch nicht zur Verfügung stehen. Die personelle Besetzung der Mannschaft steht hingegen schon so gut wie fest.

Die Vorbereitungsrennen (Act 10) im Hinblick auf den 32. America´s Cup vor Valencia wird das Team Germany allem Anschein nach noch nicht in seinem neuen Boot bestreiten können. Laut Skipper Jesper Bank wäre ein verfrühter Einsatz bei den in knapp vier Monaten beginnenden Proberennen auf dem Cup-Revier (11. bis 18. Mai) sehr riskant: "Erst, wenn wir sicher sind, dass alles in Ordnung ist, werden wir das Boot verladen und nach Valencia schicken. Das Feintuning erfordert Zeit."

Techniker hinsichtlich der Fertigstellung zuversichtlich

Die auf der Kieler Knierim-Werft konstruierte Yacht mit der Segelnummer "GER-89" soll allerdings plangemäß im kommenden April vom Stapel laufen. "Wir liegen knapp im Zeitplan. Aber ich bin sicher, dass wir dem Segelteam ein schnelles und zuverlässiges Boot abliefern werden", meinte Technik-Vorstand Eberhard Magg. Nach ihrer Fertigstellung soll die Yacht zunächst auf der Kieler Förde getestet und weiter abgestimmt werden.

Somit geht der erste deutsche Teilnehmer in der 155-jährigen Geschichte der Veranstaltung beim Act zehn weiterhin mit dem im vergangenen Sommer vom italienischen Team Mascalzone Latino (jetzt Team Capitalia) erworbenen Boot an den Start. Die Yacht aus dem Jahr 2003 wird für die kommenden Rennen weiter optimiert. "Wir sind seit Ende Okotober in Valencia durchgesegelt und haben die Zeit genutzt, weiter voranzukommen", berichtete Bank auf der Wassersport-Messe "boot" in Düsseldorf.

"Wir wollen unter die ersten sieben"

Auch die sportlichen Ziele für die kommenden Monate gab der dänische Skipper vor: "Wir wollen unter die ersten Sieben - spätestens nach dem letzten Act 2007." Sollte dies gelingen, würden dem mit einem Budget von rund 50 Mill. Euro ausgestatten Team gemäß dem komplizierten Bonus-Punkte-System schon vor dem Beginn der Ausscheidungswettfahrten für den Cup 2007 zwei Zähler gut geschrieben.

Dies könnte die Ausgangsposition für den angestrebten Platz im Halbfinale verbessern. Die vergangene Saison hatte das Team Germany nach den Acts vier bis neun auf Rang zehn der Jahreswertung abgeschlossen. Die beste Platzierung war der siebte Rang bei den Fleetraces des Act sieben in Malmö.

Personell kommt die Mannschaft, die in Valencia ab dem 1. Februar erneut Trainingsrennen gegen die italienische +39-Challenge bestreiten wird, rund zwei Monate nach der endgültigen Trennung von Kampagnen-Gründer Uwe Sasse immer mehr in ruhiges Fahrwasser. 23 Segler stehen bereits unter Vertrag, bis Mai sollen drei weitere hinzukommen.

Rückkehr von John möglich

Auch die Rückkehr des im vergangenen August nach Dissonanzen mit Sasse beurlaubten Sport-Direktors Andreas John scheint nicht mehr ausgeschlossen. "Es haben positive Gespräche stattgefunden. Wir stehen weiter in Kontakt und verschließen uns nicht. Andreas John war schließlich von Anfang an bei der Kampagne dabei", erklärte Magg.

© SID

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