Segeln America's Cup
Scheeren: "Jochen wird das Projekt voranbringen"

Die Verpflichtung von Jochen Schümann als Teamchef geht zu einem großen Teil auf das Konto von Michael Scheeren. "Wir haben viele Gespräche geführt. Am Ende konnten wir ihn überzeugen", so der Syndikatschef im Interview.

Zeit zum Erholen hatte Michael Scheeren im Sommer kaum. Der Syndikatschef des United Internet Team Germany führte unzählige Gespräche und landete nun mit der Verpflichtung des neuen Teamchefs Jochen Schümann den nächsten Coup. "Jochen bringt viel Knowhow. Er wird das Projekt definitiv voranbringen", sagte Scheeren am Mittwoch in Starnberg.

Frage: "Was erhoffen Sie sich von Jochen Schümann?"

Scheeren: "Jochen bringt viel Knowhow mit. Er wird das Projekt definitiv voranbringen. Das beginnt schon bei den Seglern, die wir dank seiner Person gewinnen können. Mit ihm wird es viel einfacher, Topleute zu holen. Auch bei der Optimierung des Bootes wird er wichtige Hilfe leisten."

Frage: "Waren die Verhandlungen schwierig?"

Scheeren: "Wir haben durchaus viele Gespräche geführt. Ihm war es wichtig abzuklopfen, wie Erfolg versprechend unser Projekt ist. Das ist auch gut so. Am Ende konnten wir ihn davon überzeugen, dass wir uns eine Kampagne wie beim vergangenen Mal nicht mehr leisten können und wollen."

Frage: "Lange Sommerferien haben Sie scheinbar nicht gehabt."

Scheeren: "Das ist richtig. Das hing natürlich auch mit der sportlich wenig erfolgreichen ersten Teilnahme zusammen. Der Blick ging dann aber schnell nach vorne. Der erste Meilenstein war die offizielle Meldung, und heute können wir ein sehr gutes Konzept für die Zukunft präsentieren. Wir haben viel Erfahrung zusammengebracht - ein Punkt, der uns beim ersten Mal gefehlt hat."

Frage: "In der Zielsetzung greift Schümann sehr hoch. Beim letzten Mal war es ähnlich, was nachher bereut wurde."

Scheeren: "Mit diesem Budget und dem frühen Start muss es einfach unser Ziel sein, zu den Topteams zu gehören. Wir haben ganz andere Voraussetzungen, schon durch das ehemalige Alinghi-Boot."

Frage: "Wie wichtig ist Schümann als Galionsfigur für die Kampagne?"

Scheeren: "Zwei Dinge sind von Bedeutung: Einmal sein Knowhow, das uns gefehlt hat. Wir hatten die erste Kampagne viel zu sehr auf einen Mann zugeschnitten, jetzt sind die Aufgaben besser verteilt. Davon abgesehen muss man das Thema "Leitfigur Jochen Schümann" wohl nicht weiter erläutern. Auch bei der Sponsorensuche hat das sehr geholfen."

Frage: "Beim Budget wurde bisher von 50 Mill. Euro gesprochen. Bleibt es dabei?"

Scheeren: "Wir müssen davon ausgehen, dass die neue Bootsklasse kommt. Daher kann das ein bisschen mehr werden."

Frage: "Was passiert derzeit im Hintergrund?"

Scheeren: "Das Designteam arbeitet bereits in Valencia. Ansonsten führt Jochen Schümann die Gespräche bezüglich der Segler. So wird das Team nach und nach aufgebaut."

Frage: "Sind diese frühen Schritte auch die Lehre aus den Fehlern der ersten Kampagne?"

Scheeren: "Durchaus, aber wir konnten auch gar nicht anders. Wenn die neue Bootsklasse kommt, gibt es einen knallharten Zeitplan. Wer da einen Monat zu spät kommt, schafft es nicht mehr."

Frage: "Was steht in den kommenden Monaten an?"

Scheeren: "Das neue Schiff kommt jetzt, und dann werden wir sicher noch einige Tage in diesem Jahr segeln. Parallel werden wir die Designarbeit vorantreiben, auch da haben wir bereits ein schlagkräftiges Team zusammengestellt."

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%