Segeln America's Cup
Shosholoza will sich weiter verbessern

Die Shosholoza hat beim America's Cup für Furore gesorgt. "Wir werden dort weitermachen, wo wir aufgehört haben und besser sein, weil wir eine Menge gelernt haben", kündigt Syndikatschef Salvatore Sarno an.

Das südafrikanische Syndikat ist auch beim 33. America's Cup dabei. Das Team von Syndikatschef Salvatore Sarno hatte bei der letzten Ausgabe in Valencia neben Punkten auch fleißig Sympathien gesammelt. Neun Siege, elf Niederlagen und Platz sieben in der Herausforderer-Runde - die Südafrikaner haben ihren vollmundigen Ankündigungen eindrucksvolle Taten folgen lassen. So soll es nun weitergehen, auch für 2009 haben sich die Südafrikaner eine Menge vorgenommen, wie Sarno in einem Interview verrät.

Frage: "Warum haben Sie bereits jetzt für den Cup gemeldet?"

Sarno: "Da ich aufgrund eines Meetings sowieso in Genf war, konnte ich zugleich unsere Herausforderung einreichen. Aber das ist nur ein kleiner Grund. Die Shosholoza ist ein kleines Team. Der nächste Cup findet 2009 statt, also müssen wir uns so schnell wie möglich um neue Sponsoren kümmern. Ich habe fünf große Firmen in Südafrika, und ich weiß genau, wenn ich sie anspreche und sage: 'Ich habe hier ein Projekt', werden sie lachen. Wenn ich aber sagen kann, 'die Shosholoza ist Herausforderer beim 33. America's Cup', werden sie mich ernst nehmen und zuhören. Es kann sein, dass sie uns nicht unterstützen werden - für zwei Sponsoren muss ich 50 Firmen besuchen - aber einem Challenger hört man zu. Ich kann ihnen vor allen Dingen zeigen, dass wir die wichtigsten Dinge schon haben: Wir haben eine fertige Base, wir haben ein Boot und ein Team. Wir sind durch den letzten Cup sehr populär geworden. Doch die Leute vergessen schnell, und ich will dafür sorgen, dass wir Popularität ausbauen können."

Frage: "Warum waren Sie sich zum Zeitpunkt ihrer Herausforderung so sicher, dass der Cup wieder in Valencia stattfinden würde?"

Sarno: "Der Cup ist Business, und Ernesto Bertarelli ist ein sehr guter Geschäftsmann. Der nächste Cup kann nicht an einem Ort stattfinden, der schlechter als der letzte ist. Kein Ort kann bis 2009 so gut wie Valencia sein, oder man hätte den Cup auf 2011 verschieben müssen. Jeder Geschäftsmann, der Erfolg gehabt hat, will weiteren Erfolg so schnell wie möglich. Also ist Valencia die logische Schlussfolgerung."

Frage: "Haben Sie durch Bertarellis Besuche in Italien keine Zweifel bekommen?"

Sarno: "Nein. Ich denke, er ist nach Italien gereist, um über mögliche Acts zu verhandeln, oder um Valencia ein wenig unter Druck zu setzen."

Frage: "Denken Sie, dass sie diesmal genug Geld haben werden, um ein besseres Ergebnis zu erzielen?"

Sarno: "Ich denke nicht, dass Geld so eine große Rolle spielt, wie andere immer sagen. Schauen sie sich Larry Ellison an, er hat viel mehr investiert als wir, und wo ist er gelandet? Gerade einmal einen Schritt vor uns. Wir werden dort weitermachen, wo wir aufgehört haben und besser sein, weil wir eine Menge gelernt haben."



© SID

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