Segeln America's Cup
Streit zwischen Alinghi und BMW Oracle geht weiter

Im Streit zwischen der Alinghi und BMW Oracle Racing ist die nächste Runde eingeläutet worden. Das Oberste New Yorker Gericht hat nun eine Antwort auf die Klageschrift verlangt, um den Rechtsweg zu beschleunigen.

Der Streit zwischen Titelverteidiger Alinghi und BMW Oracle Racing geht in die nächste Runde. Nun hat sich das Oberste New Yorker Gericht eingeschaltet und eine Antwort auf die Klageschrift des Golden Gate Yacht Club (Ggyc) vom Société Nautique de Genève (SNG) verlangt, um den Rechtsweg zu beschleunigen. "Wir sind sehr froh, dass das Gericht so entschieden hat", sagt BMW Oracle Sprecher Tom Ehman. "Denn wir glauben, dass der Cup unwiderruflich beschädigt wird, wenn wir das SNG-Protokoll nicht geändert bekommen."

Durch das neue Protokoll habe das Schweizer Syndikat mehr Macht, um die Veranstaltung komplett zu kontrollieren. Die Erklärung, warum dies nötig sei, fehle noch. "Wir bevorzugen immer noch eine Lösung außerhalb des Gerichts. Aber wir sehen, dass SNG seiner Verantwortung als Verwalter des Cups nicht gerecht wird. Wenn es sein muss sind wir vorbereitet, den Rechtsweg bis zum Ende zu beschreiten. Damit der America's Cup nicht eine hoffnungslos einseitige Veranstaltung wird."

Eine Reaktion folgte prompt. Michel Bonnefous, Präsident des America's Cup Managements, ließ verlauten, dass man sehr enttäuscht sei, dass BMW Oracle Racing den Weg vor dem New Yorker Gericht fortführe. "Das ACM hat die Absicht, den America's Cup mit seinem Protokoll weiter voranzutreiben."

Die Vision, dass der Cup 2009 mit den besten Sportveranstaltungen der Welt vergleichbar sein solle, werde von vielen Herausforderern geteilt. Vier haben inzwischen die Herausforderung offiziell angemeldet. "Ellison hat 2003 und 2007 auf dem Wasser verloren und gibt nun vor der Gute zu sein, indem er die Interessen der Herausforderer vertrete. Tatsächlich ist er aber vor Gericht gezogen, um ein früheres privates Match zu erzwingen ohne die Beteiligung anderer Herausforderer", sagte Alinghi-Skipper Brad Butterworth.

Ellison wird nun mit Vorwürfen konfrontiert, die Vorbereitungen der Herausforderer vehement zu stören. Auf der anderen Seite treibt das US-Syndikat die eigenen Personalplanungen voran. Ein Ende des Streits scheint derzeit nicht in Sicht. Zwar kursieren hartnäckige Gerüchte, dass sich die alten Freunde Coutts und Butterworth bemühen, die Probleme aus der Welt zu schaffen. Genauso heißt es aber auch, dass die Alinghi vielleicht doch noch einlenken würde und 2009 noch einmal auf den alten Booten segeln lassen wird. Aber beide Gerüchte können nicht durch Fakten belegt werden.

© SID

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