Segeln America's Cup
Team Germany bleibt dem America's Cup erhalten

Das Team Germany wird auch bei der nächsten Auflage des America's Cup um die Trophäe segeln. Für Syndikatschef Michael Scheeren war der Austragungsort Valencia der entscheidende Grund für einen erneuten Anlauf.

Auch das enttäuschende Abschneiden bei der Premiere hält das Team Germany nicht davon ab, erneut das Abenteuer America's Cup zu erleben. Syndikatschef Michael Scheeren kündigte eine neue Kampagne für die 33. Auflage um die begehrteste Segeltrophäe der Welt an, die 2009 wie schon in diesem Jahr vor Valencia stattfinden wird.

"Wir sind mit der ersten deutschen Kampagne eine Verpflichtung gegenüber dem deutschen Segelsport eingegangen. Dieser wollen wir auch zukünftig gerecht werden", sagte Scheeren. Der 50-Jährige kalkuliert bis zum Cup-Beginn mit einem jährlichen Aufwand von etwa 20 Mill. Euro.

Bei der deutschen Premiere in diesem Jahr hatte es für das Team Germany lediglich zu einem enttäuschenden vorletzten Platz in der Herausforderer-Runde gereicht. Nur das hoffnungslos unterlegene Team China ließ das Syndikat hinter sich.

Hoffnung liegt in neuem Steuermann Karol Jablonski

Letztlich war der Zuschlag an Valencia als erneuten Austragungsort ein wichtiger Grund für die zweite deutsche Kampagne. "Nachdem wir in Valencia viel investiert haben, sind wir froh, dass wir die Ausgaben für den nächsten Cup nun sparen und auf die bereits vorhandenen Gegebenheiten zurückgreifen können", hatte Scheeren erklärt.

Bei der Herausforderung des Schweizer Titelverteidigers Alinghi setzt das deutsche Syndikat auf den neuen Steuermann Karol Jablonski. Der Pole mit deutschem Pass zeigte beim 32. America's Cup bereits überragende Leistungen auf dem spanischen Boot Desafio Espanol, das er bis ins Halbfinale führte.

An der Seite des 44-Jährigen würde Scheeren gerne Jochen Schümann sehen. Der Penzberger gewann die älteste Trophäe der Welt als Sportdirektor von Alinghi bereits zweimal. Allerdings wird die Verpflichtung des dreimaligen Olympiasiegers immer mehr zur Hängepartie. Bisher hat es noch keine Gespräche gegeben, und Schümann liebäugelt offenbar mit einem Engagement beim US-Syndikat BMW-Oracle-Racing. Der Umworbene will noch im August eine Entscheidung über seine Zukunft treffen.

Endgültiges Regelwerk bis 31. Oktober

Für das Team Germany geht es nun vorrangig darum, die Fehler der Vergangenheit zu vermeiden. Bei der ersten Kampagne fehlte der Crew letztlich die Zeit, um mit dem Boot konkurrenzfähig zu segeln. "Diese Zeit werden wir nutzen, um das bestmögliche Team und ein exzellentes Boot an den Start zu bringen", verspricht Scheeren.

Gerade die Zeit scheint für die Folge-Kampagne der entscheidende Faktor zu werden. Alinghi darf laut Reglement als Sieger über alle relevanten Fragen des 33. America's Cup bestimmen. So planen die Schweizer offenbar die Einführung einer neuen Bootsklasse, ohne darüber jedoch bisher genauere Angaben gemacht zu haben. Bis zum 31. Oktober soll das endgültige Regelwerk stehen.

Neben dem Team Germany gibt es bisher vier potenzielle Herausforderer für Alinghi um die "Auld Mug". Das Team Shosholoza aus Südafrika ist ebenso wieder dabei wie das Team New Zealand und die Spanier von Desafio Espanol. Außerdem startet in dem Team Origin eine neue britische Kampagne.

© SID

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