Segeln America´s Cup
Team Germany fährt Erfolg gegen Team China ein

Nach einer Niederlage gegen die spanische Desafio Espanol hat das United Internet Team Germany bei den zehnten Vorbereitungsregatten für den 32. America´s Cup 2007 am Montag gegen das Team China gewonnen.

Ein Sieg und eine Niederlage schlagen für das United Internet Team Germany am Montag beim Act zehn zu Buche. Das Segel-Syndikat setzte sich nach zuvor vier Niederlagen in Folge bei den zehnten Vorbereitungsregatten für den 32. America´s Cup 2007 in Valencia gegen das Team China durch. Die 17-köpfige Crew um den dänischen Skipper Jesper Bank bezwang die weiterhin sieglosen Asiaten mit 1:50 Minuten Vorsprung und liegt nach neun von elf Rennen mit nun zwei Siegen auf dem neunten Platz der Gesamtwertung. Zuvor waren die Deutschen am Montag der spanischen Desafio Espanol unterlegen.

Gegen die Chinesen erwischte das Team Germany, das beim Act zehn zuvor einzig gegen das südafrikanische Team Shosholoza um den Hamburger Boat Captain Tim Kröger gewonnen hatte, den besseren Start. Nach einem kurzen Bug-an-Bug-Rennen konnte man sich schnell deutlich absetzen und den Vorsprung sukzessive ausbauen.

70 Minuten Verzögerung

Zuvor war dem ersten deutschen Teilnehmer in der 155-jährigen Geschichte der Veranstaltung auch gegen die Spanier der bessere Start geglückt. Allerdings konnte das Team Germany den Vorsprung nicht lange halten und hatte am Ende 20 Sekunden Rückstand auf die Iberer. Vor dem Rennen mussten die Teams Geduld beweisen. Aufgrund unsteter Windverhältnisse war die Wettfahrt um 70 Minuten verschoben worden.

Ein Paukenschlag gelang derweil dem Schweizer Titelverteidiger Alinghi. Die Eidgenossen, die in Valencia ebenso wie zahlreiche Konkurrenten noch mit einem eigentlich veralteten Boot aus dem Jahr 2003 antreten, besiegten BMW-Oracle-Racing mit 21 Sekunden Vorsprung und dürften ihren vermeintlich ärgsten Konkurrenten damit erheblich demoralisiert haben. Die US-Amerikaner treten beim Act zehn bereits mit einer brandneuen Yacht an.

Formel-1-Pilot Heidfeld an Board der "USA 87"

Auch BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen konnte die Pleite als Glücksbringer an Bord der "USA 87" nicht verhindern. BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld hatte seine Aufgabe zuvor besser erfüllt und als 18. Mann den Sieg der US-Amerikaner über das Team China direkt miterlebt. "Es war natürlich sehr aufregend für mich. Besonders die Vorstartphase war spannend wie ein Formel-1-Rennen", sagte der Mönchengladbacher nach dem deutlichen Erfolg gegen die Asiaten. In der Gesamtwertung führen nun die Alinghi, die Luna Rossa (Italien) und das Team New Zealand (Neuseeland) mit jeweils acht Siegen.

Zum Abschluss des Act zehn stehen für die Deutschen am Dienstag die Rennen gegen die beiden italienischen Kampagnen +39-Challenge und Team Capitalia auf dem Programm. In den vergangenen Monaten hatte man sich mit beiden Mannschaften wiederholt im Training gemessen und rechnet sich nun auch unter Wettkampfbedingungen durchaus Siegchancen aus. "Die ganzen dicken Brocken hatten wir schon. Jetzt geht es gegen Teams, die für uns machbar sind", sagte der Hamburger Grinder Henning Sohn.

© SID

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