Segeln America´s Cup
Team Germany trotz guter Leistungen geschlagen

Das United Internet Team Germany hat sich bei der Herausforderer-Runde des 32. America´s Cup in Valencia zweimal geschlagen geben müssen. Nur knapp dem Team Capitalia, deutlicher dem Team New Zealand.

Das Segel-Syndikat Team Germany hat am Mittwoch bei der Herausforderer-Runde des 32. America´s Cup in Valencia auch im zweiten Rennen des Tages eine Niederlage einstecken müssen. Zunächst wurde der erste deutsche Teilnehmer in der 156-jährigen Geschichte der Veranstaltung vom italienischen Team Capitalia nur um 24 Sekunden geschlagen, anschließend ließ das mitfavorisierte Team New Zealand die Crew um den dänischen Skipper Jesper Bank deutlich 1:03 Minuten hinter sich.

"Mit den Ergebnissen können wir natürlich nicht zufrieden sein. Dennoch sind wir gute Rennen gefahren. Also bin ich mit der Leistung absolut einverstanden. Wir haben es den Gegnern schwer gemacht", sagte Bank. In bisher sieben Rennen bezwang das Team Germany nur den Außenseiter Team China und liegt im Gesamtklassement der elf Herausforderer auf dem neunten Rang. Nach der Wettfahrt gegen die stark einzuschätzende spanische Desafio Espanol am Donnerstag warten am Freitag dann durchaus lösbare Aufgaben.

Bank: "Wir wissen, dass wir uns nicht ausruhen dürfen"

Mit Erfolgen gegen die auf Augenhöhe befindliche französische Areva Challenge und die ähnlich zu bewertende +39-Challenge aus Italien könnte das Team Germany seine Ambitionen auf den angestrebten achten Rang des Gesamtklassements zum Abschluss der Round Robin I weiter untermauern. "Wir wissen, dass wir uns auf dem Erfolg gegen China nicht ausruhen dürfen und werden versuchen, die gesteckten Ziele zu erreichen", erklärte Bank. Die US-Kampagne BMW-Oracle-Racing blieb derweil mit einem Sieg gegen Areva Challenge das einzig noch ungeschlagene Team und verteidigte seine Führung im Gesamtklassement erfolgreich.

Bei der Herausforderer-Runde wird der Gegner des Schweizer Titelverteidigers Alinghi mit dem dreimaligen Olympiasieger Jochen Schümann aus Penzberg ermittelt. Nach zwei bis zum 7. Mai ausgesegelten Round Robins ziehen die vier bestplatzierten Teams in die Vorschlussrunde ein. Der Sieger des folgenden Finales darf die Alinghi ab dem 23. Juni zum Duell um den 32. America´s Cup fordern.

Alinghi wehrt sich gegen Standortkritik

Vermehrte Kritik musste hingegen Titelverteidiger Alinghi einstecken. Die andauernde Flaute der vergangenen Tage hatte Kritik an der Standortwahl Valencia laut werden lassen. Sportdirektor Jochen Schümann (Penzberg) verteidigte die Entscheidung für die spanische Stadt als Cup-Revier. Die Eidgenossen, die automatisch für das Duell um den 32. America´s Cup ab dem 23. Juni qualifiziert sind, waren in die Kritik geraten, nachdem eine Flaute an sieben der bisher zehn Wettfahrttagen keine Rennen zugelassen hatte.

Die Schweizer legten umfangreiche meteorologische Daten der vergangenen Jahre vor. In diesem Zeitraum hatte sich die Costa del Azahar stets als windsicheres Revier erwiesen. "Die Wetterbedingungen waren zuletzt auch für uns problematisch", sagte Alinghi-Skipper Brad Butterworth (Neuseeland): "Schließlich wollten auch wir mit unseren Booten aufs Wasser, um sie zu testen und zu optimieren."

© SID

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