Segeln America´s Cup
Team Germany vor Valencia mit viel Optimismus

Mit viel Optimismus, jedoch noch ohne seine neue Yacht tritt das deutsche Segel-Syndikat Team Germany am Donnerstag zu den zehnten Testregatten (Act 10) für den 32. America´s Cup 2007 vor Valencia an.

Das deutsche Segel-Syndikat United Internet Team Germany geht am Donnerstag mit einer guten Portion Optimismus, aber noch ohne seine neue Yacht in die zehnten Testregatten (Act 10) für den 32. America´s Cup 2007 vor Valencia. Bis zum 16. Mai stehen für den dänischen Skipper Jesper Bank und seine Crew auf dem Cup-Revier insgesamt elf Matchraces gegen den Schweizer Titelverteidiger Alinghi um Sportdirektor Jochen Schümann (Penzberg) sowie die zehn weiteren Herausforderer-Kampagnen auf dem Programm.

"Werden kämpfen wie die Wilden"

"Wir sind den gesamten Winter in Valencia durchgesegelt, während sich die Stars der Szene zurückgelehnt und Winterschlaf gehalten haben", beschreibt Bank die vergangenen Trainingsmonate mit einem Augenzwinkern: "Dennoch haben die anderen Teams nichts verlernt und kommen schnell auf ihr altes Niveau zurück. Die Jagd fängt wieder von vorn an und wir werden kämpfen wie die Wilden. Da wir nach den Acts 2005 auf Platz zehn gelandet sind, ist in diesem Jahr Rang neun Pflicht."

Dabei greift das Team Germany bei den diesjährigen Testrennen weiter auf die alte Yacht mit der Segelnummer "GER 72" zurück. Nach den Acts 2005 wurde das einst vom italienischen Team Mascalzone Latino (jetzt Team Capitalia) erworbene Boot in den vergangenen Wochen weiteren Modifikationen unterzogen.

"Team arbeitet viel besser zusammen"

"Natürlich sind die Verbesserungen, die wir dort erreicht haben, nur minimal. Aber wir haben das Gesamtpaket abgestimmt und dadurch die Geschwindigkeit leicht verbessert", berichtet Bank, der sich eine insgesamt 25-köpfige Mannschaft zusammengestellt hat: "Zudem ist zu sehen, dass wir durch das Training erhebliche Fortschritte gemacht haben. Das Team arbeitet viel besser zusammen, die Abläufe auf dem Boot haben sich weiter automatisiert und es herrscht mehr Ruhe an Bord."

Die im vergangenen Monat in Kiel auf den Namen "Germany I" getaufte und Schätzungen zufolge rund zehn Mill. teure neue Yacht will der erste deutsche Teilnehmer in der 155-jährigen Geschichte der Veranstaltung erst 2007 für Rennen unter Wettkampfbedingungen zu Wasser lassen. "Das Feintuning erfordert noch Zeit", begründet Bank die Entscheidung.

Pokerspiel um den Einsatz neuer Boote

Auch die Konkurrenten zeigen sich im Pokerspiel um den Einsatz ihrer neuen Boote noch zurückhaltend. Spekulationen zufolge sollen nur die Yachten des Team New Zealand (Neuseeland) und der italienischen Luna Rossa ab Donnerstag ihr Debüt feiern. Titelverteidiger Alinghi hat die Taufe für seinen neuen Cupper erst für den 21. Mai angesetzt.

"Wir haben gesehen, dass einige Teams mit neuen Booten an den Start gehen und müssen uns also auf einige Überraschungen gefasst machen. Es wird für uns härter als im Vorjahr, aber unser Ziel ist der Sieg", sagt Schümann, dessen Team 2005 31 von 33 Matchraces gewann und auch die Jahreswertung überlegen für sich entschied: "Wir wollen unsere Position nun bestätigen."

Während Alinghi zum Auftakt am Donnerstag auf die spanische Desafio Espanol (14.00 Uhr) und das Team China (etwa 16.00 Uhr) trifft, geht es für das Team Germany zeitgleich gegen das Team New Zealand und anschließend gegen die französische Areva Challenge. Vom 19. bis zum 21. Mai stehen in Valencia dann die Fleetraces des Act elf auf dem Programm.

© SID

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