Segeln America's Cup
Uitg-Kommodore Kuhweide feiert 65. Geburtstag

Noch immer gilt Willy Kuhweide als einer der besten deutschen Segler aller Zeiten. Am Sonntag vollendet der Kommodore des United Internet Team Germany sein 65. Lebensjahr - allerdings nicht auf dem Wasser.

Er war Olympiasieger im Finn-Dinghy, gewann in seiner Karriere vier WM-Titel und gilt auch vor seinem 65. Geburtstag am Sonntag noch immer als einer der besten deutschen Segler aller Zeiten. "Manchmal denke ich noch an meine aktive Zeit zurück", sagte Willy Kuhweide dem sid: "Aber meine Tage sind auch jetzt immer gut ausgefüllt. Ich beschäftige mich mit dem Internet, spiele Klavier oder Akkordeon und mache Workout." Sein Lieblingshobby aber ist der Golfsport.

"Auch meinen Geburtstag werde ich auf dem Platz feiern - ganz entspannt und in kleiner Runde", berichtete der Jubilar, der während seiner Tätigkeit bei der Lufthansa als Pilotenprüfer nach Arizona ging und auch heute noch in der Nähe von Phoenix lebt. Unter der warmen Sonne des US-Bundesstaates hat der Olympiasieger von 1964 in den vergangenen Jahren das Leben genossen und sein Golf-Handicap auf 14 verbessert.

Cup-Entwicklungen "höchst unerfreulich"

Kontakt zur Segel-Szene hält der fünfmalige Olympia-Teilnehmer jedoch weiterhin, vor allem durch seine Tätigkeit als Kommodore des United Internet Team Germany, das er im April 2005 maßgeblich mitangeschoben hatte. Aus dem operativen Geschäft des ersten deutschen Teilnehmers in der 157-jährigen Geschichte der Veranstaltung hielt sich Kuhweide in den Folgejahren weitgehend heraus. Das drohende Aus des für 2009 geplanten nächsten Cups verfolgt aber auch der gebürtige Berliner sorgenvoll.

"Die letzten Entwicklungen sind höchst unerfreulich", kommentierte Kuhweide den Rechtsstreit zwischen dem Schweizer Titelverteidiger Alinghi und der US-Kampagne BMW Oracle Racing, der das Traditionsevent derzeit vor eine ungewisse Zukunft stellt: "Ich glaube leider nicht mehr, dass der Cup 2009 in herkömmlicher Form ausgetragen werden kann."

Hoffen auf olympische Medaillen in Peking

Optimistischer bewertete Kuhweide die Chancen der deutschen Flotte bei den Olympischen Spielen in Peking (8. bis 24. August). "Nachdem wir 2004 in Athen keine Medaille geholt haben, wird es diesmal sicher viel besser", sagte der einstige Weltklasse-Segler und hofft, dass auch der eine oder andere seiner Nachfolger später auf eine ähnliche Trophäensammlung wie er selbst blicken kann.

"Neben meinem Olympiasieg habe ich 1972 in München auch Bronze im Starboot gewonnen. Beide Medaillen sind zusammen eingerahmt und werden an einem sicheren Ort aufbewahrt", berichtete Kuhweide, der bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 1984 in Los Angeles die deutschen Fahne trug.

© SID

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