Segeln America´s Cup
United Internet Team Germany feiert ersten Sieg

Das deutsche Segel-Syndikat United Internet Team Germany hat bei den zehnten Vorbereitungsregatten (Act 10) für den America´s Cup gegen Südafrikas Shosholoza den ersten Sieg im vierten Rennen eingefahren.

Das deutsche Segel-Syndikat United Internet Team Germany hat das erste Erfolgserlebnis bei den zehnten Vorbereitungsregatten (Act 10) für den 32. America´s Cup vor Valencia verbucht. Nachdem die 17-köpfige Crew um den dänischen Skipper Jesper Bank am Freitag zunächst erwartungsgemäß der mitfavorisierten US-Kampagne BMW Oracle Racing mit 2:10 Minuten Rückstand unterlegen war, gab es im Anschluss einen Erfolg gegen das Team Shosholoza. Die Südafrikaner um den Hamburger Boat Captain Tim Kröger wurden mit 21 Sekunden Abstand geschlagen. Damit liegt das United Internet Team Germany nach vier von elf Rennen auf dem neunten Rang der Gesamtwertung.

Bank: "Dickes Lob an mein Team"

"Dickes Lob an mein Team, das großen Kampfgeist bewiesen hat", sagte der dänische Skipper Jesper Bank nach dem auch für die Moral wichtigen Sieg und gönnte sich noch an Bord an Glas Sekt. Zuvor hatte er auch der Pleite gegen BMW-Oracle positive Erkenntnisse abgewonnen: "Der Start ist uns gut gelungen. Auch die ersten fünf bis sechs Minuten haben wir gut mitgehalten. Dann hat BMW Gas gegeben. Sie haben einfach das schnellere Boot."

Am Vortag hatte sich der 49-Jährige nach den Niederlagen gegen das Team New Zealand (Neuseeland) und die französische Areva Challenge noch enttäuscht gezeigt: "Wir müssen extrem froh sein, wenn wir hier zwei Siege herausholen, aber auch darauf vorbereitet sein, dass es überhaupt keiner wird", analysierte Bank, der mit seinem Team 24 Stunden später schon wieder jubeln konnte: "Unser Ziel ist es weiterhin, bis 2007 in der Gesamtwertung der Acts auf Platz sieben zu sein. Das ist vielleicht etwas überambitioniert, aber wir werden nicht aufgeben."

21 Sekunden Vorsprung vor Shosholoza

Gegen BMW Oracle, das wie schon am Vortag auf einen Einsatz des Münchener Vorschiffsmanns Tony Kolb verzichtete, erwischten die Deutschen einen respektablen Start und hielten kurzzeitig gut mit. Dennoch hatte man gegen die mitfavorisierten US-Amerikaner insgesamt nie eine Siegchance und unterlag am Ende mit 2:10 Minuten Rückstand. Auch gegen die Südafrikaner sah es zunächst nicht nach einem Erfolg aus, doch Bank und seine Mannschaft konnten das Blatt in einem Duell mit häufigen Führungswechseln dank großen Kampfes wenden. Im Ziel lag man 21 Sekunden vorn.

Während BMW Oracle in Valencia erstmals mit seiner neuen Yacht an den Start geht und das Team Shosholoza bereits seit dem vergangenen Jahr auf ein neues Boot setzt, verzichtet das Team Germany in diesem Jahr noch auf seine im vergangenen Monat in Kiel getaufte Yacht. Die Germany I soll vor ihrem ersten Wettkampf noch weiteren Tests unterzogen werden.

An der Spitze des Klassements liegen derweil im Schweizer Titelverteidiger Alinghi, bei dem sich Sportdirektor Jochen Schümann aus Penzberg am Freitag eine schöpferische Pause gönnte und nicht auf dem Wasser war, dem Team New Zealand und BMW Oracle Racing drei noch ungeschlagene Teams. Einen guten Tag erlebte auch die spanische Desafio Espanol, die am Morgen ihre neue Yacht taufte und anschließend gegen das Team China und die Luna Rossa triumphierte. Im Rennen gegen die Asiaten hatte man in König Juan Carlos einen Glücksbringer der besonderen Art an Bord.

Am Samstag treffen die Deutschen zunächst auf die schwedische Victory Challenge (14.00 Uhr). Danach geht es gegen die Luna Rossa aus Italien (etwa 16.30 Uhr).

© SID

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