Segeln America´s Cup
Weiterer Dämpfer für deutsches Segel-Syndikat

Beim elften Vorbereitungsrennen für den 32. America´s Cup 2007 in Valencia musste das United Internet Team Germany erneut einen Dämpfer hinnehmen. Der Schweizer Titelverteidiger Alinghi führt die Gesamtwertung weiter an.

Das deutsche Segel-Syndikat United Internet Team Germany konnte sich auch am zweiten Renntag der elften Vorbereitungsrennen (Act 11) für den 32. America´s Cup 2007 in Valencia nicht entscheidend gegen die Konkurrenz durchsetzen. Der erste deutsche Teilnehmer in der 155-jährigen Geschichte der Veranstaltung kam in den beiden Fleetraces nicht über die Ränge neun und elf hinaus. In der Gesamtwertung gab das Team Germany nach vier von fünf Wettfahrten immerhin den zwölften und letzten Platz an das Team China ab und ist nun Elfter.

Die Einzelsiege sicherten sich am Samstag der Schweizer Titelverteidiger Alinghi, der auch ohne seinen pausierenden Sportdirektor Jochen Schümann (Penzberg) die Führung in der Gesamtwertung behauptete, und die Luna Rossa aus Italien. Das südafrikanische Team Shosholoza um den Hamburger Boat Captain Tim Kröger liegt im Gesamtklassement auf Rang sechs. Das US-Syndikat BMW-Oracle-Racing, das einmal mehr auf den Münchener Vorschiffsmann Tony Kolb verzichtete, ist Fünfter.

Bank: "Konnten endlich mal gut mitsegeln"

Team-Germany-Skipper Jesper Bank (Dänemark) versuchte, zumindest der ersten Wettfahrt am Samstag etwas Positives abzugewinnen: "Ich freue mich, dass wir dort endlich mal gut mitsegeln konnten und keine Verzweiflungsaktionen starten mussten." Nach den beiden elften Plätzen am Freitag hatte sich der 49-Jährige noch sehr deprimiert gezeigt: "Solche Ergebnisse sind für alle an Bord frustrierend. Aber derartige Gefühle muss man ausblenden können."

Im insgesamt dritten Rennen erwischten die Deutschen einen guten Start und konnten sich auf der ersten Kreuz streckenweise sogar bis zu 150 Meter von den elf Konkurrenten absetzen. Nachdem man sich an der ersten Wendemarke wieder im Mittelfeld einordnen musste, hielten Bank und seine Mannschaft in der Folgezeit gut mit. Auf der letzten Vorwindstrecke brach dann auf Rang sieben liegend allerdings der Spinnakerbaum, so dass man auf Platz neun zurückfiel. "Dennoch haben sich die Jungs gut durchgekämpft", lobte Bank.

Strafkringel für United Internet Team Germany

In der vierten Wettfahrt lief dann schon am Start nicht alles nach Wunsch. Kurz nach der ersten Wendemarke musste das United Internet Team Germany das übrige Feld ziehen lassen und konnte sich auch im weiteren Rennverlauf nicht mehr entscheidend herankämpfen. Nach der zweiten Wendemarke hatten die Deutschen zudem Probleme beim Einholen des Spinnakers, so dass einzig die schwedische Victory Challenge nach einem Penalty streckenweise noch einmal hinter das United Internet Team Germany zurückfiel. Doch Bank handelte sich seinerseits einen Strafkringel ein und musste auch die Skandinavier passieren lassen. Der Act elf wird am Sonntag (14 Uhr) mit einem weiteren Fleetrace abgeschlossen.

© SID

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