Segeln America´s Cup
Zwei Niederlagen für Uitg

Das United Internet Team Germany kassierte zum Auftakt der Herausforderer-Runde für den 32. America´s Cup in Valencia zwei Niederlagen. BMW Oracle und das Team Shosholoza waren zu schnell für das deutsche Boot.

Der Flaute folgte ein Fehlstart: Das deutsche Segel-Syndikat United Internet Team Germany ist mit zwei Niederlagen in die Herausforderer-Runde für den 32. America´s Cup in Valencia gestartet. Nachdem die Rennen an den vier Vortagen wegen zu schwacher Winde abgesagt werden mussten, erwies sich am Freitag zunächst die mitfavorisierte US-Kampagne BMW-Oracle-Racing erwartungsgemäß als eine Nummer zu groß. Anschließend gab es eine bittere Niederlage gegen das südafrikanische Team Shosholoza um den Hamburger Boat Captain Tim Kröger.

"Es wäre wichtig für den deutschen Segelsport und den America´s Cup, dass das Team Germany passabel abschneidet. Trotzdem habe ich natürlich alles gegeben, damit wir vor ihnen landen", sagte Kröger. Zwar hielt das Team Germany über lange Zeit gut mit, Skipper Jesper Bank (Dänemark) schaffte es jedoch nur auf der ersten Kreuz, kurzzeitig die Führung zu übernehmen.

Spinnaker-Riss wirft Uitg zurück

Kurz vor dem Ziel riss dann auch noch der Spinnaker. Am Ende hatten die Deutschen 1:10 Minuten Rückstand. Dabei waren die Südafrikaner eine von fünf Mannschaften, gegen die man sich im Vorfeld Siegchancen ausgerechnet hatte, um den angestrebten achten Rang in der Gesamtwertung zu erreichen.

Der erste deutsche Teilnehmer in der 156-jährigen Geschichte der Veranstaltung hatte seine Crew im Vergleich zu den letzten Vorregatten Anfang April auf zwei Positionen verändert. Auf die Position des Strategen kehrte der Däne Michael Hestbaek für Conan Hunt (Neuseeland) zurück. Als Grinder ersetzte der Schweizer Dominik Neidhart, der 2003 mit der Alinghi den Cup gewann, den Hamburger Hennig Sohn. Zählbares sprang dadurch aber schon in der ersten Wettfahrt nicht heraus.

BMW Oracle und Luna Rossa liegen in Front

"Mit unserem Start im ersten Rennen sind wir sehr zufrieden. Auch danach haben wir ganz gut mitgehalten. Dann konnten wir die Geschwindigkeit des Gegners aber nicht mehr mitgehen", sagte Team-Germany-Navigator Philippe Mourniac (Frankreich) nach der Pleite gegen BMW-Oracle-Racing, das am Ende zwei Minuten schneller war.

Die US-Amerikaner, die auf einen Einsatz des Münchener Vorschiffsmanns Tony Kolb verzichteten, führen nach dem Erfolg gegen die Deutschen und einem Sieg gegen das Team China die Gesamtwertung punktgleich mit der italienischen Luna Rossa an. Das Team Germany liegt gemeinsam mit den Chinesen vorerst auf dem geteilten zehnten und damit letzten Rang.

Deutsches Boot am Samstag gegen China

Auch im ersten Rennen am Samstag gibt es für die Deutschen kaum Siegchancen. Dann geht es gegen die Luna Rossa (14.15 Uhr). Anschließend ist gegen das schon in den Vorregatten fast hoffnungslos unterlegene Team China (ca. 16.30 Uhr) ein Erfolg allerdings Pflicht.

Die Paarungen des Samstags ergeben sich aus einer Umstruktierung des Zeitplans durch die Cup-Organisatoren. So wurde die erste der beiden Round Robins am Freitag neu gestartet. Sollte es wieder zu Ausfällen von Wettfahrten kommen, würden diese nicht mehr in die zweite Round Robin verlegt, sondern schon am jeweiligen Folgetag nachgeholt. Damit würde sich dann auch das gesamte Programm um jeweils einen Tag nach hinten verschieben. Möglicherweise tritt ein solches Szenario schon am Samstag ein. Die Windprognosen sind nicht gerade ermutigend.

© SID

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