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"Sir Sail" Schümann wird 90 Jahre alt

Der erfolgreichste deutsche Segler wird heute 90 Jahre alt. Hans-Otto Schümann gewann drei Mal den Admiral´s Cup vor dem britischen Cowes und erwarb sich im Laufe seiner beeindruckenden Karriere den Rufnamen "Sir Sail".

Hans-Otto Schümann hat in seinem Leben viel bewegt und viel erlebt. Heute feiert der Hamburger Kaufmann seinen 90. Geburtstag. In Deutschland ist er eine Segel-Legende. Schümann gilt als Vater des Hochseesegelns in Deutschland, hat dreimal den begehrten Admiral´s Cup vor dem britischen Cowes gewonnen und bei der inoffiziellen Weltmeisterschaft der Hochseesegler auch noch zweimal Platz zwei belegt - jeweils knapp geschlagen.

Die Leidenschaft für den Wassersport hat der Hamburger Unternehmer von seinem Vater geerbt. Auch der war begeisterter Segler und Schwimmer. Schümanns Einfluss auf den Segelsport in Deutschland reicht weit zurück. 1956 segelten er und seine Crew mit der Rubin I, einer elf Meter langen Yacht erstmals bei der Cowes Week vor England mit und waren damit nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die ersten Deutschen, die dort willkommen waren.

Mitglied im Royal Yacht Squadron

Mit Cowes verbinden sich viele Erfolge Schümanns. 1973, 1985 und 1993 gewann der Mann, der in der Segelszene respektvoll "Sir Sail" genannt wird, dem deutschen Team den Admiral´s Cup. Die Briten nahmen den deutschen Gast sogar in die Royal Yacht Squadron auf, den vornehmen englischen Yacht-Club. Diese Ehre wurde zuvor nur Kaiser Wilhelm II zuteil - die Hoheit und der Hamburger sind auch heute noch die beiden einzigen Deutschen, die als Mitglieder in den Clublisten stehen.

Von 1985 bis 1993 war Hans-Otto Schümann Präsident des Deutschen Segler-Verbandes (DSV) und seit seinem Rückzug von diesem Amt Ehrenpräsident. Zuvor baute er nach Kriegsende sein Vaseline-Werk in Hamburg von einem Vier-Mann-Betrieb zu einem der größten Unternehmen der Branche aus.

Alle seine Schiffe trugen den Namen Rubin

Schümanns Begeisterung für den Hochsee-Segelsport reichte bis ins Regelwerk. Schümann war an der Entwicklung der International Offshore Rule (IOR) beteiligt, jener Regel, die seit 1969 die unterschiedlichen Ausgleichsformeln abgelöst hat, und deren Zweck es ist, die baulichen Unterschiede von Schiffen im Regattasport zu kompensieren. Seit seinem 85. Geburtstag hat sich Hans-Otto Schümann aus der Segelsportszene zurückgezogen und lebt im noblen Hamburger Stadtteil Blankenese.

Alle seine Schiffe trugen den Namen Rubin, Kennzeichen ist der weiß-rote Rumpf. Die letzte Rubin trug den Zusatz XV - mit dieser Yacht beendete Schümann im Jahr 2000 seine Seglerkarriere mit einem Sieg beim Gotland-Runt-Rennen in Schweden.

© SID

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