Segeln
Pannenserie bei Ocean Race

Auch bei der zweiten Etappe des Ocean Race gab es Probleme mit den Booten. Die schwedische "Ericsson" und die "Brasil 1" mußten aufgrund technischer Schäden umkehren. Beide hoffen, nach zügiger Reperatur wieder in das Rennen einsteigen zu können.

HB KAPSTADT/HAMBURG. Die Pannenserie im Ocean Race nimmt allmählich bedrohliche Ausmaße an. Am zweiten Tag der zweiten Etappe des Segelrennens um die Welt mussten erneut - wie schon während der ersten Etappe - zwei der sieben Yachten mit schweren Schäden umkehren.

Am Mittwochmorgen steuerte zunächst die schwedische „Ericsson“ wegen Problemen mit der Kielaufhängung den Starthafen in Kapstadt an, gegen Mittag erwischte es auch die zum Spitzentrio gehörende „Brasil 1“. Das Boot aus Brasilien erlitt einen Rumpfschaden im Bereich des Cockpits. Beide Crews hoffen, nach den erforderlichen Reparaturen in das Rennen zurückkehren zu können.

Bei vergleichsweise leichten Winden um 15 bis 20 Knoten war das Team der „Ericsson“ in der Nacht aufgeschreckt worden. „Wir hörten einen nicht identifizierbaren Knall. Später entdeckten wir, dass einer unserer Hydraulikzylinder gebrochen war“, berichtete Skipper Neal McDonald (Großbritannien). Ohne funktionierendes Kontrollsystem, das mit zwei Hydraulikzylindern ausgestattet ist, sind die mächtigen Schwenkkiele der High-Tech-Yachten nicht beherrschbar.

„Natürlich sind wir enttäuscht, wollen die Situation aber schnellstmöglich klären, um weiter im Volvo Ocean Race segeln zu können“, sagte McDonald. Schon auf der ersten Etappe vom spanischen Vigo nach Kapstadt waren die US-Yacht „Black Pearl“ und die spanische „Movistar“ mit ähnlichen Problemen ausgefallen.

Ocean-Race-Manager Glenn Bourke meinte zu den vielen Problemen: „Uns war klar, dass wir mit der Wahl des brandneuen Volvo Open 70- Designs ein Boot an der obersten Grenze des Hochseesegelns produziert haben.“

Die schnellsten der fünf noch im Rennen befindlichen Teams werden um den 16. Januar in Melbourne erwartet. Am Mittwochmorgen lag die favorisierte spanische „Movistar“ an der Spitze knapp vor der in der Gesamtwertung führenden niederländischen „ABN Amro One“.

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