Segeln Regatta
Rekordsieg für Wild Oats bei Sydney-Hobart-Regatta

Bei der Traditions-Regatta Sydney-Hobart hat das Team der australischen Wild Oats in Rekordzeit trotz gebrochenem Hauptsegel den Sieg gelandet. Die Crew des Kieler Yacht-Clubs musste dagegen aufgeben.

Sieg unter erschwerten Bedingungen: Mit gebrochenem Hauptsegel hat die australische Supermaxi-Yacht Wild Oats in Rekordzeit einen Start-Ziel-Sieg bei der 61. Auflage der Traditions-Regatta Sydney-Hobart gefeiert. Das 30-m-Schiff von Skipper Mark Richards benötigte bei besten Witterungsbedingungen für die 628 Seemeilen (1160km) durch die Tasmanische See einen Tag, 18 Stunden, 40 Minuten und zehn Sekunden. Damit war der "Wilde Flughafer" 1:07:52 Stunden schneller als die Nokia 1999 beim bisherigen Rekord. "Wir wussten, dass es ein Abfahrtsrennen wird und es schwer sein würde, uns zu schlagen. Aber das letzte Stück war das schwerste", sagte Richards, dessen Schiff die letzten sechs Seemeilen mit nur noch einer Beseglung absolvieren musste. Dennoch kreuzte die Hightech-Yacht die Ziellinie noch mit zehn Knoten (18,5km/h).

Am Montag war die Wild Oats vor über 400 000 Zuschauern im Hafen von Sydney an der Spitze einer insgesamt 85 Schiffe umfassenden Flotte in See gestochen. Zwischenzeitlich hatte die Richards-Crew die Führung an die Alfa Romeo verloren, dank besserer Taktik und mit 32 Knoten Höchstgeschwindigkeit die Konkurrenz aber bezwungen. Die lange mit Rückenwind entlang der Heimatküste gesegelten Australier kamen 76 Minuten vor den Neuseeländern ins Ziel, die frühzeitig aufs offene Meer hinausgesegelt waren. Platz drei belegte die australische Skandia.

Deutsche Crew muss aufgeben

Die Conergy des Kieler Yacht-Clubs konnte nicht mithalten. Für die neunköpfige Hamburger Crew um den australischen Skipper Neil Gray war das Sydney-Hobart-Debüt auf der 13-m-Yacht vorzeitig beendet. Als einziges Team im Startfeld gab die Mannschaft auf. Im Vorjahr hatten bei rauher See nur rund die Hälfte der Regatta-Schiffe ihr Ziel erreicht. Immerhin gab es keine Opfer wie 1998 zu beklagen, als sechs Menschen in einem Sturm starben und mehrere Dutzend Teilnehmer aus Seenot gerettet werden mussten.

© SID

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