Segelsport: America’s Cup bekommt Konkurrenz

Segelsport
America’s Cup bekommt Konkurrenz

Seit zwei Jahren legt ein Rechtsstreit den America's Cup lahm. Jetzt heben einige seiner Teams einen neuen Segelwettbewerb aus der Taufe: Die Louis Vuitton World Series. Bisher haben acht Mannschaften zugesagt. Und es sieht so aus, als könnte die neue Regatta ein echter Erfolg werden.

PARIS. Der America’s Cup, die wichtigste Segelregatta der Welt, bekommt Konkurrenz – und das ausgerechnet aus den eigenen Reihen. Die Teams des America’s Cup organisieren zusammen mit dem Luxusbekleidungshersteller Louis Vuitton eine neue Welt-Segelregatta, die Louis Vuitton World Series. Dabei wird auch der deutsche Segler Jochen Schümann antreten. Die Teams haben für ihr Projekt eigens die Vereinigung World Sailing Team Association gegründet, die das Konzept jetzt in Paris vorstellte.

Die neue Profi-Rennserie steht unter der Aufsicht des internationalen Segelverbands ISAF. Aus Kostengründen segeln die Teams mit den Einrumpfbooten der America’s-Cup-Klasse von 2007, wobei immer zwei Yachten gegeneinander antreten. Die erste zweiwöchige Etappe beginnt am 7. November im französischen Nizza im Mittelmeer.

Grund für die neue Segelregatta ist der anhaltende Rechtsstreit zwischen den Teams BMW Oracle des US-Softwareunternehmers Larry Ellison und Alinghi. Die Austragung des America’s Cup ist weiterhin unsicher. Bei der neuen Welt-Serie ist nun BMW Oracle dabei, jedoch nicht Alinghi. Die Schweizer wollen sich auf den America’s Cup konzentrieren und müssen sparen. „Alinghi hat nicht das notwendige Budget, um neben Mehrrümpfern auch an der neuen Serie auf Einrumpfbooten teilzunehmen“, sagte Bruno Troublé, der Sprecher der Louis Vuitton World Series.

Acht Teams haben zugesagt

Zweieinhalb Jahre Zwangspause hat der America’s Cup nun schon hinter sich. Im Gerichtsstreit zwischen den beiden Teams geht es um die Startbedingungen der jeweiligen Boote für die nächste Regatta. Oracle wehrt sich gegen ein mögliches Startverbot seines Trimarans im Rennen gegen Alinghis kleineren Katamaran. Sollten die Boote vermessen werden, müsste der Trimaran vermutlich ausscheiden. Oracle wehrt sich gegen die Vermessung. Zusätzlich zum Gerichtsstreit ziehen sich in der Krise auch die Sponsoren zurück.

Nach der Flaute soll die Louis Vuitton World Series jetzt Aufwind in den Segelsport bringen. Die Regatta sieht sich jedoch nicht als Konkurrenz. „Der Cup bleibt der Cup, so ähnlich wie die Fußball-Weltmeisterschaft. Unsere Idee ist es, eine Champions League zu schaffen“, sagte Stéphane Kandler, Chef des Teams K-Challenge.

Bisher haben acht Teams zugesagt, neben BMW Oracle auch der zweimalige America’s-Cup-Sieger aus Neuseeland. Insgesamt gehen zehn Boote an den Start. Die letzten zwei Teams werden in den nächsten Tagen ausgewählt. Zunächst sind bei der Serie drei Stationen geplant. Nach Nizza kommen Auckland in Neuseeland im März und Italien im Mai 2010. Insgesamt sollen es bis 2011 sechs oder sieben Stationen werden, die anderen Austragungsorte sind noch nicht bekannt.

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