Segway
Golfers Ge(h)hilfe

Der Segway war ein echtes Kind der New Economy, ein Spielzeug für Nerds: Das zweirädrige Gefährt wird im Stehen bedient, ein Elektromotor treibt es an - mit bis zu 20 Kilometern in der Stunde. Er sollte den Stadtverkehr revolutionieren, bislang ohne Erfolg. Vielleicht schafft er das auf dem Green - und beschleunigt so den Sport.

HB DÜSSELDORF. Die Bedienung des Segways ist intuitiv: vorbeugen - vorwärts fahren, zurücklehnen - anhalten. Es nimmt kaum Platz weg, ist sauber, leise, leicht, ideal also für die Fahrt von der Wohnung in die Internetagentur oder zu Starbucks. Doch der Segway revolutionierte die Fortbewegung nicht, heute ist er eher eine Attraktion als ein Alltagsfahrzeug. In Hamburg, Paris und anderen Metropolen kann man damit Stadtrundfahrten buchen.

Dass man keines der Standfahrzeuge sieht, liegt nicht zuletzt daran, dass man das Gefährt noch nicht auf öffentlichen Wegen einsetzen darf. Aber wer verfügt schon über ausreichend Privatgrund, um das Elektromobil auszufahren? Schließlich hat es im günstigsten Fall mit einer Steckdosenfüllung 39 Kilometer Reichweite.

Ein neuer Einsatzzweck scheint daher nur logisch: der Segway als Golfmobil. Golfcaddys erwecken normalerweise eher den Eindruck des Versehrtentransporters. Aber auf dem Segway steht man ja, so dass aus der Ferne zunächst gar nicht erkennbar ist, dass sich jemand mit Motorkraft dem nächsten Bunker nähert. Und gute Spieler können mit ihm einen 9-Loch-Platz in einer Stunde schaffen.

In Amerika ist der Segway auf einigen Golfplätzen zu Hause, und in Deutschland kann man sich zum Beispiel in Gross-Kienitz bei Berlin mit dem Elektrofahrzeug vertraut machen (8 Euro für 9 Löcher und 15 Euro für 18 Löcher). Zunächst noch mit dem alten Modell. Ab Mai gibt es dann den Segway X2 Golf. Der habe dickere, greenschonende Reifen und eine noch intuitivere Lenkstange, sagt der Hersteller. Und so könnte durch die Hintertür die Old Economy beim Businessgolf zur Hauptklientel des Segway werden.

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