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Showdown zwischen Bamberg und Skyliners

GHP Bamberg und die Frankfurt Skyliners spielen heute (20.00 Uhr/live bei Premiere) in Bamberg um die deutsche Meisterschaft in der Basketball-Bundesliga (BBL). Es ist das fünfte und entscheidende Spiel der Play-offs.

Vor dem heutigen fünften Finalspiel (20.00 Uhr/live bei Premiere) in der "best-of-five-"Serie der Play-offs um die deutsche Meisterschaft in der Basketball-Bundesliga (BBL) liegen sowohl bei Gastgeber GHP Bamberg als auch bei den Gästen aus Frankfurt die Nerven blank. Frankfurts Manager Gunnar Wöbke forderte GHP-Trainer Dirk Bauermann zum Fairplay auf.

"Es ist eine hitzige Serie, in der es für beide Teams um sehr, sehr viel geht. Aber ich erwarte vor allem von Bundestrainer Bauermann, dass er ab jetzt cooler ist und sich fairer verhält. Wir wollen nur Basketball spielen", sagte Wöbke im Anschluss an den verdienten 70:67 (35:32)-Erfolg von Titelverteidiger Opel Skyliners Frankfurt im vierten Spiel der "best-of-five"-Serie gegen Herausforderer GHP Bamberg.

Streit zwischen Bauermann und Didin eskaliert

Nach den verbalen Sticheleien im Anschluss an die zweite und dritte Partie eskalierte am Dienstag in der Halbzeitpause die Dauerfehde zwischen Bauermann und Skyliners-Coach Murat Didin. Nach einem Rempler von Frankfurts Hasan Özkan war Bambergs Center Chris Ensminger theatralisch zu Boden gegangen. Didin mimte an der Seitenlinie pantomimisch einen Kameramann und wollte damit auf die Schauspielerei aufmerksam machen. Daraufhin jagte Bauermann seinem Amtskollegen nach dem Pausenpfiff im Kabinentrakt hinterher und beschimpfte den Frankfurter Trainer aufs Übelste. "Das hier hat keine Klasse", echauffierte sich Bauermann.

Offenbar fürchtet Bauermann, dass seine Mannschaft auch im dritten Finale in Serie am Ende wieder mit leeren Händen dasteht. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Bamberger gegen die Skyliners einen 2:1-Vorsprung noch verspielt, 2003 mussten sie Alba Berlin den Vortritt lassen. Nachdem sich der Bundestrainer in Doppelfunktion nach Spielschluss noch mit Skyliners-Manager Gunnar Wöbke angelegt hatte, bekam anschließend auch das Schiedsrichtergespann um Jens Staudenmayer sein Fett weg.

"Ich möchte anmahnen, dass die Referees im Zukunft auf beiden Seiten in gleichem Maß Foulspiele pfeifen", meinte Bauermann, der für die öffentliche Kritik von BBL-Geschäftsführer Jan Pommer scharf kritisiert wurde: "Ich erwarte mehr Zurückhaltung in der öffentlichen Bewertung der Schiedsrichter. Die Leistung der Unparteiischen im Verhältnis zum Sportlichen wird völlig überbewertet."

Als sich die Gemüter in der Frankfurter Ballsporthalle etwas beruhigt hatten, wollte Bauermann nicht länger als schlechter Verlierer dastehen. "Alles in allem hat Frankfurt verdient gewonnen. Sie haben die Situation, mit dem Rücken zur Wand zu stehen, sehr gut gemeistert. Wir haken das Spiel jetzt einfach ab und machen uns klar, dass wir die letzte Partie zu Hause vor eigenen Fans spielen. Ich bin sicher, dass wir gewinnen", sagte der GHP-Coach vor dem entscheidenden Spiel im Bamberger Forum kämpferisch.

Die Hessen geben sich vor der Entscheidung zuversichtlich. Erst der Vertragsabschluss mit dem neuen Hauptsponsor und Namensgeber (Deutsche Bank) am Montag, dann die starke Leistung im vierten Spiel gegen Bamberg. Da scheint selbst der Respekt vor der Heimstärke der Bamberger dem Glauben an die eigene Stärke gewichen zu sein. "Wir haben eine Hand schon am Pokal, und am Donnerstag werden wir das Spiel gewinnen und damit auch die zweite Hand anlegen", meinte Didin.

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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