Sicherheitsvorkehrungen verstärkt
„Olympische Waffenruhe“ gefordert

Der Streit um die umstrittenen Mohammed-Karikaturen geht auch an den Olympischen Winterspielen in Turin nicht spurlos vorbei.

HB ROM. Angesichts der weltweiten Proteste gegen die Veröffentlichung der umstrittenen Mohammed-Karikaturen sind die Sicherheitsvorkehrungen für die Olympischen Spiele in Turin noch einmal verstärkt worden. Der italienische Innenminister Guiseppe Pisanu traf am Montag in Rom Vertreter der Sicherheitsbehörden, wie sein Büro mitteilte. Der Geheimdienst Sisde habe ihn dabei über die Maßnahmen für die Olympischen Spiele informiert.

Besondere Aufmerksamkeit habe dabei den möglichen Folgen der Proteste in Italien gegolten, hieß es weiter. Der italienische Außenminister Gianfranco Fini erklärte, es gebe keinen Grund zur Sorge. Alle Ereignisse, die öffentliche Aufmerksamkeit erhielten, seien es Wahlen oder Olympische Spiele, seien Ereignisse, auf die sich auch Terroristen konzentrieren können, sagte Fini. Das bedeute noch nicht, dass ein Risiko bestehe. Während der Winterspiele, die am Freitag beginnen, sind in und um Turin 10 000 Polizisten unterstützt von Soldaten im Einsatz.

Der Präsident der UN-Vollversammlung, Jan Eliasson, forderte unterdessen alle 191 Mitgliedstaaten auf, während der Spiele eine Waffenruhe einzuhalten. Er bitte darum, eine friedliche Umgebung für Olympia und die Paralympics im März zu schaffen, erklärte Eliasson. Schon im antiken Griechenland wurde eine "olympische Waffenruhe" ausgerufen, damit die Athleten sicher zu den Austragungsstätten gelangen konnten.

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