Siebtes Duell gegen Neuseeland
Alinghi will heute den Sack zumachen

Titelverteidiger Alinghi kann heute als erstes europäisches Team zum zweiten Mal in Folge den America's Cup gewinnen. Herausforderer Team New Zealand hat sich allerdings noch nicht aufgegeben.

Nach zwei Tagen ohne Rennen soll es heute endlich soweit sein: Mit einem Sieg im siebten Finale kann die Alinghi Geschichte schreiben und zum zweiten Mal in Folge den America's Cup in die Schweiz holen. Gegen Herausforderer Team New Zealand fehlt den Seglern um Sportdirektor Jochen Schümann beim Stand von 4:2 noch ein Punkt.

Anders als noch vorgestern verspricht der Wetterbericht perfekte Bedingungen. Für den Nachmittag sind Windgeschwindigkeiten von bis zu 16 Knoten angesagt, die auf einen pünktlichen Start um 15 Uhr hoffen lassen. Am Sonntag hatten zu schwache und drehende Wind zu einer Absage geführt, Montag folgte ein Ruhetag.

Barker: "Werden ein gefährlicher Gegner sein"

Die Verlegung der Wettfahrten gab beiden Mannschaften noch einmal Zeit zum Durchschnaufen und für die beim Cup so typischen Psychospielchen. So präsentieren sich auch die "Kiwis" trotz ihres Rückstandes optimistisch. "Solange wir im Rennen sind, werden wir ein gefährlicher Gegner sein", versprach Steuermann Dean Barker.

Die Neuseeländer benötigen allerdings eine Aufholjagd, wie es sie seit 1983 nicht mehr gegeben hat. In einem denkwürdigen "best-of-seven"-Finale hatte die Australia II einen 1:3-Rückstand gegen die US-Yacht Liberty in ein 4:3 gedreht und die 152-jährige Dominanz amerikanischer Boote beendet.

Nächster Cup 2009 in Valencia?

Mit einem Sieg der Alinghi stünde auch fest, dass zum dritten Mal nach 1 851 und 2007 der America's Cup in Europa ausgetragen wird. Damit würden sich insbesondere die Hoffnungen der zahlreichen europäischen Mannschaften erfüllen. Auch eine erneute Teilnahme des United Internet Team Germany wäre dann so gut wie sicher.

Wahrscheinlichster Termin für die 33. Auflage ist 2009. Spannend wird, welchen Austragungsort die Alinghi wählt. Da die Schweizer wohl das spanische Team Desafio Espanol als ersten Herausforderer akzeptieren werden, gilt Valencia mehr und mehr als Favorit. Auch der leerstehende Olympiahafen von Athen und Porto Cervo auf Sardinien waren zuletzt gehandelt worden.

Sollten die Neuseeländer zum 3:4 verkürzen, geht es schon morgen mit dem achten Rennen weiter. Spätestens am Donnerstag ist die Entscheidung gefallen.

© SID

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