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Sieg für Fuchs - van Grunsven enttäuscht

Dressur-Olympiasiegerin Anky van Grunsven hat den Grand Prix Special beim Chio in Aachen als enttäuschende 13. beendet. Bei den Springreitern war der Schweizer Markus Fuchs im "Best of Champions" erfolgreich.

Die Dressur-Königin zeigte ungewohnte Schwächen und ritt mit versteinerter Miene aus dem Stadion: Nach einer desolaten Vorstellung mit nur 70,960 Prozentpunkten landete Olympiasiegerin Anky van Grunsven (Niederlande) mit ihrem elf Jahre alten Wallach Salinero im Grand Prix Special nur auf dem 13. Rang. Mit insgesamt 145,460 Punkten startet die Seriensiegerin am Sonntag vom ungewohnten fünften Rang in die entscheidende Kür.

"Sie hatte deutliche Schwächen beim Halten. Ihr Pferd war wohl sehr nervös", meinte Bundestrainer Holger Schmezer zu der Vorstellung der zweimaligen Olympiasiegerin. Salinero wirkte, als sei er ständig unter Hochspannung und zeigte noch Piaffen, als er längst zum Stillhalten übergehen sollte. Nur selten sah man die Niederländerin mit ihrem Top-Pferd in den letzten Monaten in so unharmonischer Art und Weise im Viereck.

Sieger des Spezials wurde der Schwede Jan Brink mit Björsells Briar (76,400) vor der Schweizerin Silvia Ikle mit Salieri (75,400) und dem Niederländer Edward Gal mit Geldnet Lingh (74,960). Brink geht mit insgesamt 149,775 Prozentpunkten vor Ikle (148,108) als Erster in die Kür. Bester Deutscher ist Vize-Europameister Hubertus Schmidt (Borchen), der im Spezial (73,680) Siebter wurde und mit 146,763 Punkten vom dritten Rang in die Kür geht.

"Ich hoffe, dass ich den dritten Platz morgen halten kann. Heute lief nicht alles nach Wunsch. Ich bin aber auch ein größeres Risiko gegangen", meinte Schmidt. Ann Kathrin Linsenhoff startet von Platz elf in den Wettbewerb, Ellen Schulten-Baumer (Rheinberg/Lesotho) geht als Zwölfte in die Kür. Den Sprung unter die besten 15 Paare für die Kür verpasste Mannschafts-Olympiasieger Martin Schaudt (Albstadt) mit Weltall, der im Spezial einen Einbruch erlitt und mit 69,360 Punkten nur 19. wurde.

"Ich bin sehr zufrieden. Sterntaler ist heute wesentlich besser gegangen als im Grand Prix und hat sich durch den Lärm nicht aus der Ruhe bringen lassen", sagte Linsenhoff. Auch Bundestrainer Holger Schmezer hatte nach der historischen Pleite am Donnerstag mit dem zweiten Platz hinter Holland in der Mannschaftswertung wieder Grund zur Freude: "Sowohl Ann Kathrin als auch Ellen Schulten-Baumer sind heute sehr gut geritten. Hätten sie am Donnerstag diese Leistung gezeigt, hätten wir den Nationenpreis nicht verloren", so Schmezer.

Fuchs siegt im Springen "Best of Champions"

Im Preis "Best of Champions" der Springreiter behielt Markus Fuchs das bessere Ende für sich und strich die Siegprämie von 15 000 Euro ein. Der Schweizer hatte sich als letztjähriger Sieger des "Großen Preis von Aachen" für das Springen der vier Top-Reiter mit Olympiasieger Rodrigo Pessoa (Brasilien/Cantate Z), Weltmeister Dermott Lennon (Irland/I Caesar) und Europameister Marco Kutscher (Hörstel/Pablo) qualifiziert. Im entscheidenden Stechen gegen Lennon blieb der Eidgenosse fehlerfrei, während sich Lennon zwei Abwürfe erlaubte.

Der Brasilianer Pessoa hatte zuvor mit zwölf Fehlerpunkten das Stechen verpasst und musste sich mit Platz drei begnügen. Der deutsche Doppel-Europameister Kutscher bestätigte seinen schlechten Lauf und wurde mit 14 Fehlerpunkten nur Vierter. Beim "Preis der Champions" müssen die Reiter nicht nur auf ihrem eigenen Pferd den Parcours bewältigen, sondern auch die Pferde der Konkurrenz reiten.

Beerbaum siegt bei "Winning Round"

Springreiter Markus Beerbaum aus Thedinghausen hat der deutschen Equipe nach einigen Enttäuschungen wieder ein Erfolgserlebnis beschert. Der frühere Mannschafts-Weltmeister sicherte sich mit seinem elf Jahre alten Wallach Constantin den ersten Platz im Preis der "Winning Round". Der jüngere Bruder des viermaligen Olympiasiegers Ludger Beerbaum blieb in der mit 60 332 Euro dotierten Prüfung fehlerfrei und absolvierte den Parcours in 34,38 Sekunden am schnellsten.

Den zweiten Platz belegte der brasilianische Olympiasieger Rodrigo Pessoa (0 Fehlerpunkte/34,73 Sekunden) vor dem Niederländer Gerco Schröder mit Eurocommerce Milano (0/35,38). Doppel-Europameister Marco Kutscher aus Hörstel (0/35,50) kam als zweitbester deutscher Reiter mit seinem neun Jahre alten Wallach Cash auf den fünften Platz.

© SID

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