Sieg ist Pflicht Der traurige Charme von Innsbruck

Deutschlands Eishockeyteam steht heute in der WM-Abstiegsrunde gegen Außenseiter Slowenien unter großem Druck. Ausgerechnet Ex-Coach Hans Zach bewegt vor dem vielleicht schon entscheidenden Abstiegsspiel zusätzlich die Gemüter.
  • Claus Vetter
DEB-Stürmer Jan Benda fühlt sich ein wenig abgeschoben von der Eishockey-Welt. Foto: Citypress

DEB-Stürmer Jan Benda fühlt sich ein wenig abgeschoben von der Eishockey-Welt. Foto: Citypress

INNSBRUCK. Gestern ist die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft in Innsbruck angekommen, physisch jedenfalls. Innerlich mag sich mancher - auch beim Deutschen Eishockey-Bund (DEB) - noch damit beschäftigen, was sich bisher bei der Weltmeisterschaft in Wien ereignet hat. Frühestens zum Viertelfinale wollte das Team von Bundestrainer Greg Poss eigentlich erst nach Innsbruck reisen. Doch nach drei Vorrunden-Niederlagen spielt es in der Relegationsrunde, die es am Freitag mit einem 2:2 gegen Österreich begonnen hat.

In Innsbruck, sagt der deutsche Stürmer Jan Benda, "fühlt man sich schon ein wenig abgeschoben vom Welt-Eishockey". Die Abstiegsrunde hat ihren eigenen, traurigen Charme. Vor allem für die, die sie unerwartet trifft. Das sind neben den Deutschen auch die WM-Organisatoren, die die Relegation als Rahmenprogramm vorgesehen hatten. Wer hat schon geglaubt, dass heute um 12.15 Uhr Deutschland und nicht Kasachstan gegen Slowenien spielt? Nicht einmal das übertragende Deutsche Sport-Fernsehen (DSF), das nun attraktive Sendezeit am Nachmittag an das Verkaufsfernsehen abgeben musste - im Tausch. Denn zu dem Zeitpunkt, an dem das DSF heute das deutsche Spiel zeigt, wären sonst Küchenutensilien angeboten worden.

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