Sieger der Vierschanzentournee
Porträt Jakub Janda: Der scheue Ordnungsfetischist

Ausgelassene Jubelszenen sieht man beim Überflieger des Winters höchst selten. Jakub Janda ist ein stiller, in sich gekehrter Antistar.

HB BISCHOFSHOFEN. So gut wie nichts lässt der scheue Tscheche über sich heraus. Fragen in Pressekonferenzen beantwortet er mit gesenktem Blick einsilbig in seiner Landessprache. Kein Wunder, dass während der Vierschanzentournee oft die Frage gestellt wurde: Wer ist dieser Janda eigentlich?

Er stieg wie Phönix aus der Asche. Seit dem Amtsantritt seines slowenischen Trainers Vasja Bajc vor zwei Jahren scheint Janda das Skispringen neu erfunden zu haben. Dabei profitiert er vor allem vom athletikorientierteren Training, das verstärkt auf die Verbesserung der Sprungtechnik zielt. Sein Sprungstil mit der unglaublichen Vorlage und der unnachahmlich sauberen Technik brachte dem 27- Jährigen die ehrenvolle Anerkennung „europäischer Japaner“ ein.

Seit dem vergangenen Winter sorgt der 1,78 Meter große und 63,5 Kilo leichte Sportlehrer nun schon für Furore. Seinem ersten Weltcupsieg in Titisee-Neustadt ließ er bei den Weltmeisterschaften in Oberstdorf die Silbermedaille von der Normalschanze folgen. Im Sommer dominierte der für Dukla Liberec startende und von einstigen tschechischen Skisprunggrößen wie Jiri Raska, Pavel Ploc und Frantisek Jez betreute Athlet den Grand Prix. Mit bislang fünf Weltcup-Siegen knüpfte er im Olympia-Winter nahtlos daran an und führt überlegen im Gesamtweltcup.

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