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Siem legt bei Golf-EM gute Runde vor

Mit einer 67er-Runde startete Marcel Siem in die Europameisterschaft auf Gut Kaden/Hamburg und liegt damit nur zwei Schläge hinter den Leadern Henrik Stenson und Michael Campbell. Bernhard Langer hatte hingegen Probleme.

Weder die Regenfront noch eine 24-stündige Verspätung konnte Marcel Siem den Auftakt in die Europameisterschaft auf Gut Kaden/Hamburg verderben. Siem zeigte sich vom ersten Schlag an von seiner besten Seite und spielte sich so gleich in die Rolle des Verfolgers. Der Ratinger spielte am ersten Tag auf dem Par-72-Platz im schleswig-holsteinischen Alveslohe eine 67 und belegte mit drei weiteren Akteuren den sechsten Platz. Bester war neben dem Schweden Henrik Stenson Siems Flightpartner Michael Campbell. type="unknownISIN" value="Campbell Soup Co" />

Der Neuseeländer, der im Juni in Pinehurst/North Carolina seinen ersten Major-Sieg gefeiert hatte, kam nach sieben Birdies mit einer lupenreinen 65 ins Klubhaus. "Es hat heute viel Spaß gemacht. Ich habe die Fairways und die Grüns gut getroffen", sagte der 36-Jährige, der seinen deutschen Konkurrenten lobte: "Er ist ein prima Typ. Er sollte aber noch an seinem Kursmanagement arbeiten."

Siem: "Die Top Ten sind sowieso immer mein Ziel"

Siem hatte seinem Spielpartner demonstriert, dass er gerne und überall zum Driver greift. So auch am sechsten Loch, als er das längste Holz auf dem Fairway spielte, den Ball knapp an die Fahne legte und mit einem Eagle abschloss. Auch Siems Putter, in diesem Jahr meist die Schwachstelle, lief heiß. An der 18 lochte er aus sieben Metern ein und rettete damit das Par: "So ein Abschluss motiviert mich riesig. Wenn das die Woche so bleibt, spiele ich ganz vorne mit. Die Top Ten sind sowieso immer mein Ziel." Das er 2005 allerdings erst einmal bei der Italian Open erreicht hat.

Gut schlug sich am ersten Tag von den insgesamt elf deutschen Profis auch Tino Schuster. Der Stuttgarter, der in der Vorwoche bei der British Open in St. Andrews mit tollen Zwischenplatzierungen für Schlagzeilen gesorgt hatte, begann die mit 3,3 Mill. Euro dotierte Veranstaltung wie mit einer 70 und war damit einen Schlag besser als Titelverteidiger Trevor Immelman aus Südafrika.

Langer mit neuem Caddie ohne Glück

Schwer zu kämpfen hatte Bernhard Langer, auf dem nach Platz fünf bei der British Open hohe Erwartungen lagen. Auch familiäre Hilfe nutzte dem 47-Jährigen nichts. Erstmals war der Anhausener mit seinem 15 Jahre alten Sohn Stefan (Handicap 1) als Caddie auf eine Turnierrunde gegangen. Der mit 6 666 Metern sehr lange und durch die Nässe extrem schwer zu spielende Platz forderte Langer alles ab. "Der liegt mir nicht so gut wie der in St. Andrews", hatte Langer schon vor dem ersten Abschlag gesagt und Schlimmes geahnt. Nach der Par-Runde zog er wortlos von dannen.

Nach der Verschiebung der ersten Runde auf den Freitag kommt es am Samstag nach Runde zwei zum Cut. Dabei qualifizieren sich nur die besten 50 und die schlaggleichen Spieler für die Schlussrunden, die beide am Sonntag ausgetragen werden sollen. Damit muss auch ein Bernhard Langer noch einmal alles geben. Der Sieger kassiert 550 000 Euro.

Nicht dabei ist der Münchner Alex Cejka, der in der US-Geldrangliste Plätze gutmachen will, um die Tour-Karte für 2006 zu erhalten. Cejka spielte daher beim Turnier in Milwaukee. Helfen könnte dem gebürtigen Tschechen auch die Einladung für die US-PGA-Championship vom 11. bis 14. August in Baltusrol/New Jersey.

© SID

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