Skandalfotos mit Wasserpfeife
Phelps’ Drogenaffäre verschreckt Sponsoren

Michael Phelps galt als Saubermann des internationalen Spitzensports - doch jetzt zeigen Fotos ihn beim Drogenkonsum. Sponsoren gehen bereits auf Distanz. Und die Träume des Sportlers vom ganz großen Geld scheinen geplatzt zu sein.

DÜSSELDORF.Rekord-Olympiasieger Michael Phelps hat seinen Sponsoren mal wieder einen Bärendienst erwiesen. Die britische Zeitung "News of the World" veröffentlichte ein Bild des US-Schwimmers, das ihn dabei zeigt, wie er eine Wasserpfeife raucht. Zuletzt sorgte der 23-Jährige mit seiner Pokerleidenschaft und Stripclub-Besuchen für Schlagzeilen. "Phelps hat seine Vermarktungsmöglichkeiten zerstört", sagt Robert Boland, Sportmarketing-Professor an der Universität von New York. Sponsoren würden künftig vorsichtig sein.

Phelps genießt seit seinen Siegen bei den Olympischen Spielen in Peking in den USA den Status eines Superstars. Kein Wunder, dass er sich eine monatelange Auszeit nahm, auf Werbetour in eigener Sache ging - und millionenschwere Marketing-Verträge unterschrieb. Unter anderem engagierte ihn der Autohersteller Mazda als Aushängeschild für den chinesischen Markt. Phelps hat inzwischen viele Werbepartner: Er wirbt unter anderem für Visa, McDonald?s, Speedo und Kellogg?s.

Zwar hat sich der mit 14 Goldmedaillen erfolgreichste Olympionike der Geschichte inzwischen öffentlich für seinen Drogenkonsum entschuldigt. Doch die Affäre hat sein Image nachhaltig beschädigt: "Er war zuvor unverwundbar und ist es jetzt nicht mehr", sagt Ken Wong, Marketing-Professor der kanadischen Queen?s School of Business, dem Rundfunksender CBC. "Sein Marktwert ist geringer geworden."

Als Saubermann kann Phelps nun nicht mehr auftreten. Travis Tygart, Präsident der US-Anti-Doping-Agentur, will den Schwimmer gar aus dem Programm zur Verbesserung von Dopingtests streichen. Der Manager von Phelps, Peter Carlisle, hatte im Dezember gesagt, sein Klient könne in seinem Leben mehr als 100 Mio. Dollar verdienen. Solche Ziele gehören jetzt wohl der Vergangenheit an - zumal der Schwimmer nicht zum ersten Mal mit dem Gesetz in Konflikt gerät: 2004 wurde er am Steuer mit zu viel Alkohol im Blut erwischt.

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