Skeleton Weltcup
Halilovic überrascht mit Sieg in Altenberg

Skeleton-Fahrer Michi Halilovic hat beim Heim-Weltcup in Altenberg einen Überraschungssieg verbucht und die Olympianorm erfüllt. Die Frauen fuhren sogar einen Dreifach-Triumph ein.

Dreifachtriumph der deutschen Frauen, erster Weltcuperfolg für Michi Halilovic: Das deutsche Skeleton-Team war beim Heim-Weltcup im sächsischen Altenberg nicht zu schlagen und hat rund sieben Wochen vor den Winterspielen in Vancouver viel Selbstvertrauen getankt.

Die WM-Dritte Kerstin Szymkowiak von der RSG Hochsauerland gewann nach Bestzeiten in beiden Läufen in 1:59,50 Minuten mit 0,71 Sekunden Vorsprung auf Weltmeisterin Marion Trott (Oberhof). Anja Huber (Berchtesgaden) belegte mit einem Rückstand von 0,78 Sekunden auf die Siegerin Rang drei.

Dritter Dreifachtriumph der Frauen

Für die deutschen Frauen war es der dritte Dreifachtriumph in der Weltcup-Geschichte. Szymkowiak feierte nach ihrem Sieg in der vergangenen Woche in Winterberg ihren zweiten Saisonerfolg und den siebten Weltcupsieg ihrer Karriere. Im Gesamtweltcup bleibt Szymkowiak mit 954 Punkten Dritte hinter der Kanadierin Mellisa Hollingsworth (1 011) und der Britin Shelley Rudman (987).

Michi Halilovic ließ unterdessen seiner Freude nach dem ersten Weltcupsieg und der erfüllten Olympianorm freien Lauf. "Das ist ein gigantisches Gefühl. Das ist Wahnsinn", sagte der WM-Fünfte vom Königssee nach seinem Triumph dem SID.

"Bin voll auf Angriff gefahren"

Auf der anspruchsvollen Bahn im Kohlgrund raste der 26-Jährige mit Bestzeit im zweiten Durchgang noch vom achten Platz zum Erfolg. "Nach dem ersten Lauf hatte ich nichts mehr zu verlieren. Ich hatte einige Fehler gemacht. Danach bin ich voll auf Angriff gefahren. Zum Glück hat es geklappt", meinte Halilovic.

Er verwies in 1:56,39 Minuten den Russen Alexander Tretjakow mit einem Vorsprung von 0,21 Sekunden auf Rang zwei. Europameister Frank Rommel (Zella-Mehlis) wurde mit einem Rückstand von 0,24 Sekunden Dritter und komplettierte damit das starke deutsche Ergebnis beim Heimrennen. Nur Junioren-Weltmeister Sandro Stielicke (Winterberg) fiel mit Platz zwölf und einem Rückstand von 1,02 Sekunden auf den Sieger auf der WM-Bahn von 2008 etwas ab.

Halilovic auch im Gesamtweltcup verbessert

Für Halilovic war es beim 23. Weltcup-Start der erste Sieg und die dritte Podestplatzierung. Damit verbesserte er sich im Gesamtweltcup nach fünf von acht Rennen mit 857 Punkten auf Platz vier. In Führung liegt weiter der Lette Martins Dukurs mit 1 044 Zählern vor Rommel (1 011) und Stielicke (892).

Obwohl Halilovic die Norm für die Olympischen Winterspiele in Vancouver (12. bis 28. Februar) erfüllt hat, wollte er noch keine Gedanken an den Saisonhöhepunkt verschwenden. "Bis dahin wartet noch sehr viel Arbeit auf mich. Ich gehe es nun Schritt für Schritt an. Drei Weltcups stehen vor Vancouver noch auf dem Programm", so Halilovic.

© SID

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