Skeleton Weltcup: Kerstin Jürgens dominiert Konkurrenz in Cesana

Skeleton Weltcup
Kerstin Jürgens dominiert Konkurrenz in Cesana

Auf der Olympiabahn von Cesana war Kerstin Jürgens (Winterberg) nicht zu schlagen: Die Ex-Europameisterin setzte sich vor Monique Riekewald (Oberhof) durch und feierte ihren vierten Skeleton-Weltcupsieg.

Bei Weltcup in Cesana meldeten sich die deutschen Skeleton-Pilotinnen eindrucksvoll mit einem Doppelsieg zurück. Siegerin Kerstin Jürgens und Monique Riekewald als Zweite haben zwei Wochen nach dem schlechtesten WM-Abschneiden aller Zeiten die deutsche Ehre gerettet. Beim Weltcup auf der Olympiabahn von Cesana verwies das Duo die amerikanische Weltmeisterin Noelle Pikus-Pace auf Rang drei. Anja Huber schrammte als Vierte lediglich um 0,01 Sekunden am Podest vorbei, Julia Eichhorn aus Oberhof belegte Rang sieben.

In der Herren-Konkurrenz fuhr Michi Halilovic aus Königssee beim Sieg des Weltcupspitzenreiters Zach Lund (USA) auf Platz drei.

"Ich fand die Bahn schon immer gut. Es macht riesigen Spaß hier zu fahren und dann läufts halt einfach", sagte eine strahlende Jürgens im Sonnenschein von Cesana. Mit dem Bahnrekord (58,73 Sekunden) im ersten Lauf legte die Sportstudentin den Grundstein für den vierten Weltcupsieg ihrer Karriere. Für die Winterbergerin war es der erste Triumph nach über zwei Jahren Abstinenz auf dem obersten Podestplatz.

Huber: "Die WM ist aus dem Kopf"

Siegerblumen, Plüschtier und Deutschland-Fahne in den Händen von Jürgens ließen das WM-Abschneiden von St. Moritz mit den Plätzen 14 bis 16 vergessen. "Die WM ist aus dem Kopf", meinte Anja Huber. Dabei blieb das Donnerwetter von Bundestrainer Bernhard Lehmann aus. "Ich rede nicht viel. Das müssen die Athleten mit sich ausmachen", sagte Lehmann. Gewinnerin Jürgens suchte nach dem Debakel Hilfe bei einer Sport-Psychologin.

Die Oberhoferin Riekewald bekam sich vor Freude kaum ein und sprang wie angestachelt durch den Zielraum, nachdem sie Weltmeisterin Pikus-Pace um 0,26 Sekunden distanziert hatte. "Ich habe hier endlich das gezeigt, was ich eigentlich bei der WM zeigen wollte", sagte Riekewald. Zum Platz an der Sonne fehlten zwar 0,45 Sekunden, doch als Belohnung fährt Riekewald für ein paar Tage in die thüringische Heimat: "Jetzt geht´s ab zu Mutti auf die Couch."

Sonderlob für Halilovic

Die Olympiaachte Huber zeigte sich zunächst überrascht, dass sie sich weit nach vorne fuhr, ärgerte sich dann über das um einen Wimpernschlag verpasste Podest. "Ich will gar nicht ausrechnen wieviel Zentimeter das sind", sagte die 23-Jährige aus Berchtesgaden.

Um deutlich mehr als ein paar Zentimeter verpasste der frühere Junioren-Weltmeister Michi Halilovic seinen ersten Sieg, feierte als Dritter aber dennoch seinen größten Erfolg im Weltcup. "Michi hat hier eine überragende Leistung gebracht", lobte Trainer Lehmann. Team-Weltmeister Frank Kleber (München) fuhr nach einem schwachen zweiten Lauf nur auf Platz 15.

© SID

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