Skeleton Weltcup
Lehmann greift nach Pleitenserie hart durch

Bundestrainer Bernhard Lehmann hat auf die Pleitenserie der deutschen Skeletonpiloten reagiert und das Kontingent auf fünf Starter reduziert. Sebastian Haupt, Julia Eichhorn und Kati Klinzing wurden nach Hause geschickt.

Nach der Weltcup-Pleitenserie der deutschen Skeletonpiloten hat Bernhard Lehmann durchgegriffen. Der Neu-Bundestrainer schickte den deutschen Meister Sebastian Haupt (Winterberg/22.) Julia Eichhorn (20.) und Kati Klinzing (beide Oberhof/21.) vor dem letzten Übersee-Weltcup in Lake Placid nach Hause und reduzierte das deutsche Kontingent damit auf fünf Starter.

"Wir haben uns gegenüber dem ersten Weltcup etwas gesteigert. Aber im Moment sind wir nicht in der Weltspitze, nur Mittelmaß", schimpfte Chefcoach Lehmann: "Die Steigerung zum Training ist zu gering, stattdessen fahren Kati Klinzing und Sebastian Haupt im Wettkampf langsamer als im Abschlusstraining. Das kann ich nicht akzeptieren." Lehmann, der bei Olympia 2010 mit seinem Team eine Medaille gewinnen will, quittierte den fehlenden Siegeswillen mit dem Rauswurf des Trios aus dem Team.

Riekewald sorgt für bestes Ergebnis

Monique Riekewald hatte mit Platz fünf beim Weltcup in Park City für das bislang beste Saisonresultat gesorgt. Bei den Männern landete Matthias Biedermann (Winterberg) mit 0,94 Sekunden Rückstand auf den nach einer einjährigen Dopingsperre zurückgekehrten US-Sieger Zach Lund auf Platz acht. Direkt dahinter wurde Florian Grassl (Königssee) Neunter. Im Gesamtweltcup verteidigte der zweitplatzierte Olympiazweite Jeff Pain (Kanada) seine Führung. Bei den Damen hatte Ex-Europameisterin Monique Riekewald nach zwei Läufen auf der Olympiabahn von 2002 stolze 1,02 Sekunden Rückstand auf die auch im zweiten Rennen erfolgreiche Katie Uhlaender (USA). Die einst ebenfalls zu EM-Gold geraste Kerstin Jürgens (Winterberg) fiel nach Platz vier nach dem ersten Durchgang wie schon beim Auftaktrennen auf Rang neun zurück.

"Langsam kommt das Gefühl zurück. Aber es fehlt noch viel", meinte die über ein Jahr verletzte Riekewald. Matthias Biedermann brachte die deutsche Misere auf den Punkt: "Bei uns kann keiner beides. Diejenigen, die nicht starten können, fahren ganz gut. Und Florian, der als einziger gut starten kann, hat Probleme mit dem fahren. Wir müssen weiter trainieren, trainieren, trainieren und zwar hart, hart, hart."

© SID

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