Skeleton Weltcup
Transport-Probleme verhindern deutsches Training

Das deutsche Team wollte sich intensiv auf den heute startenden Weltcup vorbereiten und war bereits vor einer Woche nach Calgary gereist. Doch aufgrund von Transport-Problemen konnten die Sportler nicht trainieren.

Da war die deutsche Skeleton-Mannschaft bereits eine Woche früher nach Calgary gereist, um sich besonders intensiv auf den heutigen Weltcup-Start vorzubereiten, doch die Athleten konnten sich nicht einmal den Eiskanal hinunterstürzen. Das achtköpfige Team von Neu-Bundestrainer Bernhard Lehmann musste auf wichtige Trainingsfahrten verzichten, weil die Schlitten nicht zum vereinbarten Zeitpunkt im Olympiaort von 1988 eingetroffen waren.

"Der Weltcup ist wohl nicht gefährdet, aber es fehlen uns natürlich einige Trainingsfahrten im Vergleich zur Konkurrenz", schimpfte Ex-Vizeweltmeister Florian Grassl. Ex-Europameisterin Kerstin Jürgens war ebenfalls sauer: "Wir reisen extra früh an, um hier ein paar Fahrten zu bekommen, und jetzt liegen wir auf dem Trockenen und müssen tagelang den anderen Nationen beim Training zusehen. Das ist ja super."

Zoll hält Schlitten fest

Die Material-Kisten wurden in Lake Placid verspätet abtransportiert, dann hingen sie in Toronto und schließlich beim Zoll in Calgary fest. Aber auch die Konkurrenz musste bei minus 27 Grad Celsius ein Training ausfallen lassen. Für den Wettkampftag (Rennen ab 17 Uhr MEZ) wurde eine Erwärmung prognostiziert, dafür aber auch ein Schneesturm.

In der deutschen Mannschaft ist das langjährige Aushängeschild Diana Sartor nicht mehr dabei. Die Olympiavierte, die Ende September Mutter einer Tochter wurde, denkt aber über ein Comeback für die WM 2008 auf ihrer Hausbahn in Altenberg nach. Die 36-Jährige hatte unmittelbar nach dem Olympia-Rennen von Turin mit der Mitteilung über ihre Schwangerschaft für Aufsehen gesorgt.

Lehmann soll Team wieder Richtung Podest führen

Der 58 Jahre alte Bob-Olympiasieger Bernhard Lehmann, zuletzt Stützpunktchef in Winterberg, löste nach der verfehlten Olympia-Medaille den Thüringer Jens Müller als verantwortlichen Coach ab und soll das Team mit Perspektive 2010 beständig auf die die Podestplätze führen. Rodel-Olympiasieger Müller fungiert jetzt als Verbindungsmann des Verbandes zur Berliner Materialschmiede FES.

Die Olympia-Achte Anja Huber (Berchtesgaden) startet nach schwachen Leistungen in der Qualifikation nur im Europacup. Olympiasieger Duff Gibson (Kanada) beendete als absoluter Topstar der Branche seine Karriere.

© SID

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