Skeleton Weltcup
Trott feiert in Vancouver ersten Weltcup-Sieg

Über ihren ersten Weltcup-Sieg konnte sich Skeleton-Pilotin Marion Trott in Vancouver freuen. Die EM-Zweite verbesserte sich dadurch im Gesamtweltcup auf den zweiten Platz.

Skeleton-Pilotin Marion Trott hat sich im kanadischen Vancouver ihren ersten Weltcup-Sieg gesichert und somit die Chance auf den Gesamtsieg gewahrt. Unterdessen patzte Europameister Frank Rommel zwei Wochen vor der WM in Lake Placid und landete nur auf Rang elf. Youngster Sandro Stielicke hingegen schien mit der Hochgeschwindigkeitsstrecke kaum Probleme zu haben und hofft nach Rang fünf nun auf einen Olympia-Einsatz.

Die 24-jährige Trott war nach dem überraschenden Erfolg fassungslos: "Ich staune, dass die Kanadier hier nicht besser zurechtgekommen sind. Die Bahn war ja für die anderen ziemlich neu, aber mir scheint sie zu liegen." Als einzige Starterin war die aus Zella-Mehlis stammende Studentin in beiden Läufen unter 55 Sekunden geblieben, obwohl sie wie ihre Teamkollegen in der vergangenen Woche zum ersten Mal im neuen Eiskanal testen konnte.

"Wusste, dass ich mich im Wettkampf steigern musste"

Zufrieden war auch Weltmeisterin Anja Huber, die hinter der Britin Amy Williams Dritte wurde. "Im Training habe ich immer eine Sekunde von Marion bekommen. Ich wusste, dass ich mich im Wettkampf steigern musste", sagte die 25-Jährige aus Berchtesgaden. Im Gesamtweltcup verschlechterte sie sich um einen Rang und steht nun hinter Shelley Rudman (Großbritannien) und Trott auf Platz drei.

Die nach einem Muskelfaserriss gehandicapte WM-Dritte Kerstin Szymkowiak erreichte mit Rang sieben zwar ihr Ziel Top 15. Dennoch war die Winterbergerin nicht zufrieden, vor allem mit dem zweiten Lauf: "Als Sportler willst nur immer alles geben, trotz Verletzung."

Rommel enttäuscht

Enttäuscht war Europameister Frank Rommel (Zella-Mehlis). Nach vier Siegen in Serie musste er beim Olympia-Test Lokalmatador Jon Montgomery den Vortritt lassen und belegte nach einem völlig verpatzten zweiten Lauf nur Rang elf: "In der Kurve vier ging der Schlitten weg und ab dort war es vorbei", meinte der Gesamtweltcup-Dritte. Der 24-Jährige blickt aber optimistisch in die Zukunft: "Jetzt habe ich mein schlechtes Rennen für diese Saison hoffentlich weg."

Youngster Sandro Stielicke war noch vor Routinier Florian Grassl (Königssee/Platz 8) bester deutscher Starter. Hinter dem Schweizer Gregor Stähli und den zeitgleichen Jeff Pain (Kanada) und Matthew Antoine (USA) schaffte er Rang fünf und ist nun Zehnter im Gesamtklassement.

"Ich bin sehr zufrieden, aber noch mehr begeistert über die Geschwindigkeiten hier. Das macht süchtig", sagte der 22-Jährige. Er sei erstmals über 140km/h gefahren und hofft nun auf einen Start bei Olympia. "Das macht Riesenspaß. Hoffentlich darf ich nächstes Jahr wieder hier fahren."

© SID

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