Skeleton WM
Skeleton-Pilotin Huber bei WM auf Goldkurs

Bei der Skeleton-WM in Altenberg hat Anja Huber zur Halbzeit die Goldmedaille im Blick. Die 24-Jährige führt nach zwei Läufen vor Katie Uhlaender, eine Entscheidung fällt Samstag.

Anja Huber hat die Medaille im Visier und liegt bei Halbzeit der Skeleton-WM auf Goldkurs. Der Europameisterin gelangen in Altenberg zwei starke Fahrten, mit 0,29 Sekunden Vorsprung auf die US-Amerikanerin Katie Uhlaender geht sie in die Finaldurchgänge am Samstag (14.00 Uhr). Zwei weitere Zehntelsekunden zurück ist die Kanadierin Michelle Kelly Dritte vor Kerstin Jürgens, der eine halbe Sekunde zum Bronzeplatz fehlt.

"Es geht noch einmal bei Null los"

"Ich habe den pessimistischsten Trainer der Welt", sagte ein strahlende Huber und wehrte alle vorzeitigen Glückwünsche ab. Gemeint war Goldschmied Raimund Bethge, der immer vor zu früher Euphorie und Leichtsinn warnt. Aber auch die Berchtesgadenerin, die Bestzeit im ersten Lauf fuhr, selbst weiß: "Jetzt muss ich einen Haken unter den guten Auftakt machen. Es geht noch einmal bei Null los."

Papa Hans und Mama Gabi Huber drücken am Eiskanal die Daumen. "Und zum Finale ist auch noch mein Spatzl da", freute sich Huber. Von den anwesenden Eltern lasse sie sich nicht ablenken, mache konzentriert ihr eigenes Ding: "Aber am Samstag will ich mit ihnen gemeinsam feiern."

Die Winterbergerin Jürgens war nach ihrer zweiten Fuhre dagegen stinksauer. "Ich fahre einfach sch...", ärgerte sich Jürgens: "Die Kelly steht 50 Meter quer und ist trotzdem schneller." WM-Neuling Marion Trott (23) ist mit 1,34 Sekunden Abstand vorerst Siebte, war mit zwei fast fehlerfreien Fahrten zufrieden und peilt noch die Top Sechs an. Im zweiten Lauf fuhr sie sogar Bestzeit.

Den letzten deutschen Titel holte 2004 am Königssee die Altenbergerin Diana Sartor. Die 37-Jährige hatte bei ihrem Comeback nach Babypause das WM-Ticket verfehlt und durfte im Kohlgrund zum Abschied als Spurschlitten ran. Seit der damaligen Heim-WM gab es keine Medaillen mehr und Sartor verpasste auch bei den Olympischen Winterspielen als Vierte das Podest.

"Ich muss gut über die Nacht kommen. Aber das wird klappen", sagte Huber: "Ich mache meinen Schlitten fertig, schaue mir den vierten Männer-Lauf an. Dann trinke ich einen Radler und gehe ins Bett." Im zweiten Durchgang habe nicht nur das Eis bei der Wärme extrem nachgelassen, auch sie selbst sei da nicht optimal gefahren. "Aber da habe ich wenigstens noch Reserven, die muss ich nur ausschöpfen", sagte Huber: "Ich bin ohnehin eine schlechte Taktikerin. Wenn ich was reißen will, dann muss ich angreifen."

© SID

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