Ski alpin National
DSV-Herren setzen auf neuen Cheftrainer Scholz

Christian Scholz ist neuer Cheftrainer und Manager der deutschen Ski-Rennläufer. Auch bei den Biathleten und den Langläufern gibt es personelle Veränderungen in den Trainerstäben.

Diplom-Physiker Christian Scholz ist der neue Hofffnungsträger der Alpinen, Skilanglauf-Boss Jochen Behle muss einen Machtverlust in Kauf nehmen und der umstrittene Peter Rohwein darf bei den Springern weitermachen. Bei der Cheftrainerklausur des Deutschen Skiverbandes (DSV) in Bad Griesbach gab es zwar keinen spektakulären Rauswurf an der Spitze, aber dennoch zahlreiche Personalentscheidungen vornehmlich in der zweiten Reihe.

"Der DSV muss stets aufs Neue überprüfen, ob Veränderungen notwendig sind, um weiterhin erfolgreich zu sein", begründete DSV-Präsident Alfons Hörmann. Einziger neuer Cheftrainer ist der 45-jährige Scholz (Traunstein), der bei den alpinen Männern den zum Saisonende abgetretenen Österreicher Werner Margreiter ersetzt.

Neben Margreiter gab auch der bisherige Technik-Trainer der Männer, Wolfgang Erharter, seinen Job auf. Seinen Posten übernimmt der 33-jährige Mario Weinhandel (Aschau). Der Abschied des Duos ist die Konsequenz aus den jüngsten Ankündigungen von Alpin-Direktor Wolfgang Maier, sich von Trainern aus dem Ausland trennen und stattdessen deutsche Coaches engagieren zu wollen. Maier erhofft sich eine stärkere Identifikation der Trainer mit ihren Athleten.

Jochen Behle einer der Verlierer

Einer der "Verlierer" der Tagung ist der 46-jährige Behle, der die beschlossene Variante bisher vehement ablehnte. Die Skilangläuferinnen erhalten künftig einen speziellen Ansprechpartner im Weltcup und am Stützpunkt in Ruhpolding. Namentlich wird dieser Coach erst nach der Klausur der Langlauftrainer im April bekanntgegeben. Als Kandidat gilt Evi Sachenbacher-Stehles Heimtrainer Wolfgang Pichler, der allerdings mit Behle im Dauerclinch liegt. Im Männerbereich hat bereits Cuno Schreyl eine analoge Funktion, er konzentriert die Stars in Oberhof. Auch hinter Rohwein gibt es eine Verschiebung. Der Österreicher Falko Krismayr rückt offiziell in die Position des ersten Co-Trainers auf. Henry Glaß wird im technischen Bereich weiterhin mitarbeiten.

Im Biathlon, unbestrittene Parade-Disziplin des DSV, scheiden Harald Böse und Fritz Fischer als Co-Trainer der Auswahl-Teams aus. Der 61-jährige Böse beendet aus Altersgründen den Job im Frauenbereich planmäßig und übernimmt künftig Aufgaben am Stützpunkt in Oberhof. Fischer leidet an einem Magengeschwür, fiel deswegen bereits in dieser Saison teilweise aus und soll in absehbarer Zeit eine Funktion im Nachwuchs am Stützpunkt Ruhpolding übernehmen. Über die künftigen Assistenten von Uwe Müssiggang (Frauen) und Frank Ullrich (Männer) wird erst bei der Klausur der Biathlon-Trainer Mitte April entschieden.

© SID

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