Ski alpin National
Gerg hängt Skischuhe an den Nagel

Annemarie Gerg hat mit sofortiger Wirkung ihren Rücktritt vom alpinen Rennsport erklärt. Die 32 Jahre alte Slalom-Spezialistin aus Lenggries laborierte zuletzt vermehrt an Knieproblemen.

Nach zuletzt immer wieder auftretenden Kniebeschwerden hat Slalom-Spezialistin Annemarie Gerg mit sofortiger Wirkung ihren Rücktritt vom alpinen Rennsport erklärt. Die 32-Jährige entschloss sich aufgrund der anhaltenden Beschwerden, ihre Karriere nach 15 Jahren im Weltcup zu beenden.

Noch im März war sie zum insgesamt dritten Mal am rechten Knie operiert worden, die Zuversicht hatte Annemarie Gerg allerdings noch nicht verloren: Sie wollte im kommenden Winter noch einmal angreifen und ihren größten Erfolg, den zweiten Platz beim Weltcup-Torlauf von Val d'Isere vom Dezember 2006, wiederholen. Doch bei den jüngsten Tests waren sie wieder da, die Schmerzen - und die Lenggrieserin hat sich nun "entschieden, dass ich das nicht mehr aushalten will."

Stabilität im Knie fehlt

Für die Rennen auf den harten, eisigen Weltcup-Pisten fehle dem Knie die nötige Stabilität, sagt sie: "Ein Start bei Weltcup-Rennen macht unter diesen Voraussetzungen keinen Sinn mehr." Nach sechs deutschen Meisterschaften in Slalom und Riesenslalom, 25 Plätzen in den Top 15 im Weltcup, vier Weltmeisterschaften und zwei Olympischen Spielen ist also Schluss.

"Wir hatten die Hoffnung, dass Annemarie noch einmal eine tolle Saison fahren könnte. Trotz der verletzungsbedingten Zwangspausen kam sie in den letzten Jahren immer besser in Form und wäre jetzt reif für absolute Spitzenresultate gewesen", sagt Damen-Cheftrainer Mathias Berthold über den Ausfall einer seiner besten Athletinnen.

Als "wichtiger Eckpfeiler der Mannschaft" gewürdigt

Alpindirektor Wolfgang Maier würdigte Gerg als einen "wichtigen Eckpfeiler der Mannschaft - sportlich und menschlich". Auch Maier weiß, dass der Druck und die Verantwortung für Team-Leaderin Maria Riesch nach Gergs Rücktritt umso größer ist - sicher keine einfache Situation für die 22 Jahre alte Partenkirchenerin, die selbst in der vergangenen Saison mit den Folgen einer schweren Knieverletzung zu kämpfen hatte.

Gerg indes glaubt, dass sie ihre Entscheidung nicht bereuen wird, zu sehr freue sie sich auf die kommenden Aufgaben. Im Oktober wird sie ein Studium zum Fitnessökonom in München beginnen und damit "den Grundstein für meine zweite Karriere legen. Der Sport wird weiterhin eine zentrale Rolle in meinem Leben spielen."

© SID

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