Ski alpin National
Riesch will trotz Kreuzband-Schock weiter kämpfen

Auch nach ihrem zweiten Kreuzbandriss ist ein Karriereende für Maria Riesch kein Thema: "So was zu denken, ist Schmarrn - ich bin ja noch so jung", meinte die deutsche Alpin-Hoffnung nach der OP in Aspen.

Ski-Rennläuferin Maria Riesch ist nach ihrem zweiten Kreuzbandriss binnen einem Jahr verzweifelt, will aber in den alpinen Zirkus zurückkehren. Der Gedanke, alles hinzuwerfen, sei ihr nur kurzzeitig durch den Kopf gegangen. "So was zu denken, ist Schmarrn - ich bin ja noch so jung, und auch wenn das die zweite schwere Verletzung innerhalb so kurzer Zeit ist, kann ich nicht einfach sagen: Jetzt mag ich nicht mehr", sagte die 21-Jährige aus Garmisch-Partenkirchen der Süddeutschen Zeitung.

Riesch hatte am Wochenende beim Weltcup-Riesenslalom in Aspen/Colorado bei einem Sturz einen Riss des vorderen Kreuzbandes, eine Meniskusverletzung sowie eine Knochenstauchung im linken Knie erlitten. Damit fällt sie für die Olympischen Winterspiele in Turin (10. bis 26. Februar 2006) mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aus.

"Ich kann es noch gar nicht fassen"

Am Montag kehrte die Partenkirchenerin aus den USA nach München zurück und wurde dort von Teamarzt Dr. Ernst-Otto Münch noch einmal eingehend untersucht. "Das ist extrem bitter, ich kann es noch gar nicht fassen. Gerade dann, wenn du anfängst, dich zu steigern, kommt die nächste kalte Dusche", erklärte die völlig frustrierte Riesch unter Tränen in einer ersten Reaktion.

"Ich habe mit ihr telefoniert. Sie ist am Boden zerstört. Sie weinte nur noch und fragte sich immer wieder: Warum immer ich, warum immer ich?", beschrieb Mutter Monika in der Bild-Zeitung die Gefühle ihrer Tochter.

Wieder auf dem Weg nach oben

Die große Hoffnung des Deutschen Skiverbandes (DSV) war gerade auf dem Weg zurück Richtung Weltspitze. Nach einem Kreuzbandriss im rechten Knie beim Super-G in Cortina im Januar sowie einer Knochenstauchung im linken Schienbein, erlitten beim Training im September, hatte sie mit Rang neun in der Abfahrt von Lake Louise und Platz zehn im Super-G am Freitag in Aspen eigentlich ihr Olympia-Ticket gelöst.

Nicht nur für Riesch ist der erneute Ausfall ein harter Schlag. "Das ist extrem frustrierend und ein großer Rückschlag für die Mannschaft. Ihr Ausfall tut uns sehr weh", kommentierte Cheftrainer Wolfgang Maier das Unglück.

© SID

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