Ski alpin Olympia: Blieninger muss für Olympia passen

Ski alpin Olympia
Blieninger muss für Olympia passen

Die deutsche Ski-Rennläuferin Anja Blieninger muss nach einem schweren Sturz vor dem Weltcup-Riesenslalom in Ofterschwang auf ihre Olympia-Teilnahme verzichten. Die 24-Jährige erlitt unter anderem einen Handbruch.

Herber Schlag für die deutschen Ski-Rennläufer. Nachwuchsläuferin Anja Blieninger (Altenau) muss auf ihren Start bei den Olympischen Spielen in Turin verzichten. Die 24-Jährige war am Freitagmorgen vor dem Weltcup-Riesenslalom in Ofterschwang beim Einfahren gestürzt, dabei erlitt sie unter anderem einen Bandausriss vom Halswirbel zum Hinterkopf, der eine Ruhigstellung von sechs Wochen erfordert.

"Sie wird bei Olympia nicht starten können", bestätigte Damen-Cheftrainer Wolfgang Maier am Nachmittag und klagte: "Das ist ein weiterer bitterer Rückschlag in dieser Saison." Blieninger zog sich außerdem eine Schädelprellung, einen Bruch der rechten Hand sowie Hautabschürfungen im Gesicht zu. Nach ihrem Ausfall wird das deutsche Olympia-Aufgebot in Turin noch 161 Sportler umfassen.

Bei Olympia fehlen dem deutschen Damen-Team bereits die Medaillenhoffnungen Maria Riesch (Partenkirchen) sowie Hilde Gerg (Lenggries), die Anfang Dezember nach einem weiteren Kreuzbandriss gleich ihren Rücktritt bekannt gegeben hatte. Riesenslalom- und Slalom-Spezialistin Blieninger bestreitet erstmals die komplette Weltcup-Saison, dank mehrerer couragierter Auftritte hatte sie sich etwas unerwartet für Olympia qualifiziert und wäre bei ihrer ersten Teilnahme an Winterspielen im Spezialslalom (22.) und im Riesenslalom (24.) an den Start gegangen.

Nur sechs deutsche Alpine nach Turin

Die deutsche Alpin-Mannschaft umfasst damit nur noch sechs Athleten. Nie waren bei Olympischen Winterspielen weniger deutsche Ski-Rennläufer am Start, 1998 in Nagano waren es sieben Teilnehmer gewesen. Das Aufgebot für Turin bilden Monika Bergmann-Schmuderer (Lam), Martina Ertl-Renz, Annemarie Gerg (beide Lenggries) und Petra Haltmayr (Rettenberg) sowie Felix Neureuther (Partenkirchen) und Alois Vogl (Zwiesel).

Bei den Männern hatten vor dem Saisonauftakt Florian Eckert (Lenggries) und Max Rauffer (Leitzachtal) aus gesundheitlichen Gründen ihre Karriere beendet. Das Ende seiner aktiven Laufbahn zum Saisonende hat nach der verpassten Qualifikation für Olympia auch Andreas Ertl (Lenggries) verkündet. Auch seine Schwester Martina Ertl-Renz fährt nur noch in diesem Winter.

© SID

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