Ski alpin Weltcup
Cuche weist Miller in die Schranken

Ski-Rennläufer Didier Cuche aus der Schweiz hat den Super-G im italienischen Gröden gewonnen. Der 33-Jährige siegte mit 0,02 Sekunden denkbar knapp vor Bode Miller aus den USA.

Der Schweizer Didier Cuche hat den Super-G im italienischen Gröden für sich entschieden. In seinem 252. Rennen im alpinen Weltcup gelang dem 33-Jährigen der siebte Sieg. Cuche, im vergangenen Winter Gewinner des Abfahrtsweltcups, siegte auf der traditionsreichen Piste Saslong in 1:36,62 Minuten mit 0,02 Sekunden vor Bode Miller aus den USA. Weitere 0,02 Sekunden zurück belegte Marco Büchel aus Liechtenstein Rang drei. Die deutschen Starter Stephan Keppler (Ebingen) und Peter Strodl (Partenkirchen) schieden aus.

"Ich glaube, es gibt doch so etwas wie Gerechtigkeit", sagte Cuche nach seinem ersten Sieg in einem Super-G seit mehr als fünf Jahren, der zugleich der insgesamt 220. für die Schweizer Männer war. Der Gewinner des Abfahrts-Weltcups im vergangenen Winter musste sich zuletzt schon wieder an seine Vergangenheit erinnert fühlen: Dreimal hatte der 33 Jahre alte Dauerbrenner in diesem Winter bereits Rang drei belegt, in seiner langen Karriere verfehlte er mit insgesamt 15 zweiten und weiteren neun dritten Plätzen schon mehrmals nur knapp den Sieg in einem Weltcup-Rennen.

Auf der schattigen und sehr welligen Saslong sah Cuche auch diesmal nicht wie der Sieger aus. Drei Zehntelsekunden betrug sein Rückstand auf den führenden Miller zwischenzeitlich - kurz vor dem Ziel wäre er dann fast noch an einem Tor vorbeigefahren. "Aber der Didier ist ein wahnsinniger Kämpfer, das hat ihn auch heute wieder ausgezeichnet", sagte der diesmal achtplatzierte Hermann Maier aus Österreich. Cuche betonte nach seiner Zieldurchfahrt nach 1:36,62 Minuten: "Es gab zwei ganz entscheidende Stellen. Und die hab ich scheinbar ganz gut erwischt."

Keppler selbstkritisch

Stephan Keppler erging es offensichtlich genau andersrum. Er scheiterte an einer tückischen Welle kurz vor dem Ziel. "In diesem Jahr läuft's überhaupt nicht", sagte der Wahl-Münchner ratlos. Noch ein Jahr zuvor hatte er in Gröden nach seinem zweiten achten Rang im Weltcup von einer rosigen Zukunft träumen dürfen, seitdem ist er in 19 Rennen nur noch sechsmal in die Punkteränge gefahren und nur noch einmal, im März im norwegischen Kvitfjell, als Zwölfter in die Nähe der Weltspitze gekommen. "Es muss langsam mal was passieren", sagte Keppler selbstkritisch.

Neben Cuche gut in Schuss ist derzeit auch Benjamin Raich. Der Tiroler kam als bester Österreicher "nur" auf Rang sieben, übernahm aber mit 441 Punkten die Führung im Gesamtweltcup, Cuche schob sich durch seinen ersten Saisonsieg auf den zweiten Rang (373). Dagegen ist der Schweizer umgekehrt neuer Führender in der Super-G-Wertung. Mit 184 Punkten liegt er dort vor Raich

© SID

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