Ski alpin Weltcup
Deutsche bei Ligety-Gala schwach

Ted Ligety, Kombinations-Olympiasieger von 2006, hat den Weltcup-Riesenslalom in Kranjska Gora gewonnen. Der 23-Jährige setzte sich gegen den Italiener Manfred Mölgg druch.

Die US-Skirennläufer haben den Weltcup derzeit fest im Griff. Bode Miller hatte beim Riesenslalom im slowenischen Kranjska Gora mit dem Sieg diesmal nichts zu tun, er behauptete aber seine Führung im Gesamtweltcup. Zugleich fuhr sein Landsmann Ted Ligety zu seinem zweiten Triumph im Weltcup. Fast auf den Tag genau zwei Jahre nach seinem Erfolg bei einem Riesenslalom im südkoreanischen Yongpyong landete der 23-Jährige aus Salt Lake City wieder auf Rang eins. "Unglaublich", sagte der Sieger.

Seinen größten Erfolg hatte Ligety im Februar 2006 gefeiert, als er überraschend Olympia-Gold in der Kombination gewann. Jetzt greift er beim Weltcup-Finale im italienischen Bormio (12. bis 16. März) außerdem nach der kleinen Kristallkugel für den Gesamtsieg im Riesenslalom-Weltcup. In das letzte Rennen geht der Amerikaner mit einem knappen Vorsprung von 27 Punkten auf Titelverteidiger Benjamin Raich aus Österreich, weitere elf Punkte zurück folgt Manfred Mölgg aus Italien.

"Ich wollte endlich mal ganz nach oben, ich habe in dieser Saison ja noch nie gewonnen", erklärte Ligety, der nach dem ersten Durchgang auf Rang drei gelegen hatte. Am Ende siegte er in 2:24,31 Minuten knapp vor Mölgg (0,15 Sekunden zurück) und dessen Landsmann Massimiliano Blardone (0,80). Miller kam bei sehr schwierigen Verhältnissen auf der viel zu schnell ramponierten Piste "Podkoren 3" auf Rang elf und liegt im Gesamtweltcup 169 Punkte vor dem Schweizer Didier Cuche (6.), Titelverteidiger Raich (4.) ist mit 264 Rückstand praktisch aus dem Rennen.

Angesichts der miserablen Pistenbedingungen und ihrer hohen Startnummern waren auch die beiden deutschen Teilnehmer chancenlos. Felix Neureuther (Partenkirchen) und Fritz Dopfer (Garmisch) fuhren im ersten Durchgang auf die Ränge 41 und 50 und damit weit am Finale vorbei. `Die Piste war unmöglich zu fahren, ich wollte nur noch heil runter kommen', sagte Neureuther, der darüber hinaus gehandicapt an den Start gegangen war. Unter der Woche hatte er sich einen "steifen Hals" geholt und konnte daher den Kopf kaum bewegen.

Auch Mannschaftskollege Dopfer war froh, unverletzt das Ziel erreicht zu haben. Der 20-Jährige fuhr erst sein viertes Rennen im Weltcup, normalerweise startet er im Europacup, der "zweiten Liga": Dort liegt er in der Riesenslalom-Gesamtwertung auf Rang neun. "Im Europacup bin ich ganz gut, aber zum Weltcup ist es schon noch ein Riesenschritt", sagte Dopfer.

© SID

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