Ski alpin Weltcup
Dorfmeister gewinnt Super G in St. Moritz

Michaela Dorfmeister ist in ihrer letzten Saison weiterhin in Topform. Beim Weltcup-Super-G der alpinen Skiläufer in St. Moritz (Schweiz) siegte die Österreicherin vor Tina Maze. Petra Haltmayr schied vorzeitig aus.

"Oldie" Michaela Dorfmeister hat es der Konkurrenz beim Weltcup-Super-G in St. Moritz (Schweiz) wieder einmal gezeigt und sich den Sieg gesichert. Die Österreicherin lag am Ende in 1:17,20 Minuten vor der Slowenin Tina Maze (1:17,60) und ihrer Landsfrau Nicole Hosp (1:17,76). Dorfmeister behielt nach ihrem zweiten Saisonsieg auch ihre Führung im Super-G-Weltup.

Martina Ertl-Renz erreichte in einem von zahlreichen Ausfällen geprägten Rennen als einzige des Quintetts das Ziel - als 27. "Das tut extrem weh. Wenn wir so weitermachen, töten wir uns sportlich selbst", sagte Cheftrainer Wolfgang Maier.

Keine Spur der alten Dominanz

Vor etwas mehr als einem Jahr hatten die DSV-Läuferinnen die Konkurrenz auf der Corviglia-Piste im Schweizer Nobelort noch im Griff. Hilde Gerg fuhr zu ihrem 20. Weltcup-Sieg, Maria Riesch auf Platz drei, Petra Haltmayr auf acht. 13 Monate später dominierten Kopfschütteln und Frustration. "Das ist scheiße! Das ärgert mich verdammt, das wurmt mich total", schimpfte Haltmayr.

Die 30-Jährige lag auf Top-Ten-Kurs, bezahlte einen Patzer im Zielhang aber mit dem Aus - wie insgesamt 26 der 68 Läuferinnen. "Ich wusste, dass das Tor Tücken hat, aber dass es so krass werden würde, konnte man nicht erwarten", sagte sie über die Schlüsselstelle 150 Meter vor dem Ziel. Der französische Kurssetzer Xavier Fournier habe den Super-G "eher wie eine Abfahrt gesetzt", ergänzte Haltmayr.

Die Allgäuerin geht zumindest mit der Gewissheit in die Abfahrt am Samstag, "dass ich dazu gehöre und vorne reinfahren kann". Martina Ertl-Renz (Lenggries) dagegen ist ratlos - wie auch Stefanie Stemmer, Gina Stechert und Monika Springl, die allesamt ausschieden. "Im Training läuft es gut, aber ich kann das im Rennen nicht umsetzen. Das nervt", sagte sie zerknirscht: "Langsam werde ich ungeduldig."

Das gilt auch für Trainer Maier, der meinte, Ertl-Renz sei "viel zu brav, zu harmlos gefahren. Aber das kann schon morgen wieder anders sein." Deshalb will Maier "jetzt nicht draufhauen. Martina kann ja potenziell mit einer wie Dorfmeister mitfahren."

Dorfmeister eine Klasse für sich

Besser als die Niederösterreicherin kann man einen Super-G derzeit aber kaum fahren. "Ich kann derzeit machen, was ich will - ich bin vorne", sagte Dorfmeister nach ihrem zweiten Sieg in St. Moritz nach 1999: "Darauf bin ich sehr stolz, weil es eines der schwersten Rennen meines Lebens war." Auch die Führung im Disziplin-Weltcup behielt sie - vor der Österreicherin Alexandra Meissnitzer, die Vierte wurde.

Im Gesamtweltcup liegt Dorfmeister als Zweite mit 830 Punkten noch 168 Zähler hinter der Kroatin Janica Kostelic (998), diesmal 15., zurück. Als Olympiafavoritin im Super-G sieht sich "Dorfi" gleichwohl nicht. "Ich bin auch in der Vergangenheit schon zu einer WM oder zu den Olympischen Spielen als Favoritin gefahren und mit leeren Händen zurückgekommen. Deshalb wäre ich schon froh, wenn ich Dritte würde", sagte sie.

© SID

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