Ski alpin Weltcup
FIS will Rennläufer besser schützen

Die FIS will seine Rennläufer in Zukunft besser schützen. Damit reagiert der Skiverband auf eine Serie von schweren Verletzungen in dieser Weltcup-Saison.

Der Internationale Skiverband FIS hat auf die Serie schwerer Unfälle im alpinen Weltcup reagiert und ein Treffen aller Beteiligter mit dem Ziel anberaumt, die Rennläufer besser zu schützen. "Die Sicherheit der Athleten ist und bleibt unser erstes Anliegen. Wir haben nun eine Zusammenkunft aller Trainer, Athleten und all der anderen involvierten Parteien einberufen, um praktische Lösungen für ein Problem zu finden, das uns sehr beunruhigt", wird Präsident Gian Franco Kasper in einer FIS-Mittteilung zitiert.

Laut Günter Hujara, FIS-Renndirektor bei den Männern, soll es in der kommenden Woche am Rande des Weltcups in Gröden/Südtirol ein Treffen zwischen der FIS und einer Athleten-Gruppe geben. "Die FIS tut alles, was in ihrer Macht steht, um sinnvolle Veränderungen herbeizuführen", sagte Hujara. Sein Kollege Atle Skaardal ergänzte, ein Expertengremium solle bis zum nächsten FIS-Kongress im Mai 2010 in Antalya (Türkei) Vorschläge ausarbeiten, die den Weltcup sicherer machen könnten. "Das wird einige Zeit dauern", betonte er jedoch.

"Mannigfaltige Ursachen für Unfälle"

Kasper gab zu bedenken, dass eine Lösung nur sehr schwer zu erreichen sein wird, weil es "für die jüngsten Unfälle leider mannigfaltige Ursachen gegeben hat". Daher werde es in dieser Sache nach Meinung Hujaras "kein Allheilmittel" geben, das alle Probleme lösen kann.

Schon vor Beginn der Olympia-Saison hatte der alpine Ski-Zirkus die ersten Sturz-"Opfer" zu beklagen. Für den Italiener Peter Fill ist der Winter nach Sehnenrissen in Bauch und Oberschenkel bereits beendet, das Schweizer Ski-Starlet Lara Gut (Hüftluxation) bangt um ihren Olympia-Start. Gleich zum Weltcup-Auftakt riss sich Nicole Hosp (Österreich) in Sölden das rechte Kreuzband.

Weiter ging die schwarze Serie mit dem bösen Sturz von Thomas Lanning bei der Weltcup-Abfahrt in Lake Louise, wo sich der US-Athlet eine Luxation am Knie und einen Bruch des Nackenwirbels zuzog. Der kanadische Abfahrtsweltmeister John Kucera brach sich beim Super-G an gleicher Stelle Schien- und Wadenbein, Pierre-Emmanuel Dalcin aus Frankreich trug bei einem Sturz in Beaver Creek schwere Verletzungen davon. Die "Liste des Schreckens" ließe sich beliebig fortsetzen.

© SID

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