Ski alpin Weltcup
Gerg schrammt im Riesengebirge am Podest vorbei

Beim Weltcup-Slalom im tschechischen Spindleruv Mlyn hat Annemarie Gerg einen ausgezeichneten vierten Rang belegt. Den Sieg im Riesengebirge sicherte sich die Schwedin Anja Paerson vor Janica Kostelic aus Kroatien.

Annemarie Gerg aus Lenggries hat beim Sieg der Schwedin Anja Paerson im zweiten Weltcup-Slalom dieses Winters im tschechischen Spindleruv Mlyn ein starkes deutsches Team als Vierte angeführt. In 1:40,40 Minuten fehlten ihr 0,66 Sekunden auf das Podest. Doppel-Weltmeisterin Paerson setzte sich mit einer Gesamt-Laufzeit von 1:38,49 Minuten überlegen vor der kroatischen Olympiasiegerin Janica Kostelic (1:38,98) durch. Rang drei belegte die Österreicherin Marlies Schild (1:39,76).

"Der Skisport lebt weiter in Deutschland"

"Der Skisport lebt weiter in Deutschland", sagte Wolfgang Maier. Der Damen-Cheftrainer durfte sich über gleich vier Läuferinnen des Deutschen Skiverbandes (DSV) in den Top 30 und die "halbe" Olympia-Norm von Monika Bergmann-Schmuderer freuen. Die Rennläuferin aus Lam (1:41,63) landete auf dem zwölften Platz. Martina Ertl-Renz (Lenggries/1:42,86) wurde 27., Anja Blieninger (Altenau/1:43,07) holte als 29. erstmals in ihrer Karriere Slalom-Punkte. Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) hatte als 49. nach dem ersten Lauf als einzige der fünf gestarteten Deutschen das Finale der Top 30 verpasst.

Nach Platz fünf in Aspen fuhr Annemarie Gerg auch im zweiten Slalom der Saison nur knapp am Podest vorbei. "Die Leistungen, die sie jetzt in Serie bringt, sind für uns eine Sensation", jubelte Maier: "Für das Team ist es gut, dass wir wieder jemanden haben, der ganz vorne mitfahren kann. Schade nur, dass wir noch immer nicht auf dem Podium stehen. Vielleicht schaffen wir das bei einem Großereignis."

DSV nicht von der Bildfläche verschwunden

Trainer Maier lobte indes nicht nur die Läufe Gergs. "Wir sind insgesamt zufrieden mit dem, was die Mädels geleistet haben", sagte er. Nicht zufrieden hingegen war Martina Ertl-Renz (Lenggries/1:42,86), weil sie in Tschechien mit Platz 27 unter ihren Möglichkeiten blieb. "Für mich war es schwierig", meinte sie. Die weiche Piste lag ihr nicht, dazu hatte sie "genervt" vom 22. Platz im Riesenslalom "eine unruhige Nacht. Ich bin froh, wenn jetzt Weihnachten kommt." Auch Maier sagte, Ertl-Renz "hätte besser sein können, aber wir haben als einzige Nation die besten Läuferinnen durch Verletzungen verloren. Deshalb haben wir mit den Ergebnissen hier wieder gezeigt, dass wir nicht von der Bildfläche verschwinden".

Das galt auch für Monika Bergmann-Schmuderer, die ihr bestes Saisonergebnis einfuhr und damit eine Hand am Olympia-Ticket (einmal unter die besten Acht oder zweimal unter die besten 15) hat. Sie selbst fand ihr Rennen zwar "wenig glorreich". Maier aber glaubt, dass "ihr das Ergebnis etwas mehr Zuversicht geben müsste, sie vielleicht bald wieder in die Form kommt, die sie schon einmal hatte, und dann konstant unter die besten 15 fährt".

© SID

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