Ski alpin Weltcup
Giorgio Rocca triumphiert in Madonna di Campiglio

Giorgio Rocca hat den Weltcup-Slalom im italienischen Madonna di Campiglio für sich entschieden. Die deutschen Starter Alois Vogl und Felix Neureuther enttäuschten hingegen.

Der Italiener Giorgio Rocca hat erneut zugeschlagen und nach seinem Erfolg von Beaver Creek (USA) auch beim zweiten Weltcup-Slalom in dieser Saison in Madonna di Campiglio (Italien) triumphiert. Der 30-Jährige verwies beim "Nacht-Slalom" in 1:32,26 Minuten den Österreicher Benjamin Raich (1:32,51) und den Finnen Kalle Palander (1:33,15) auf die Plätze. Weltcup-Gesamtsieger Bode Miller (USA) scheiterte auf Rang sechs liegend im zweiten Lauf.

Für die deutschen Starter lief es hingegen weniger gut. Sowohl für Alois Vogl (Zwiesel) als auch für Felix Neureuther (Partenkirchen) war der zweite Weltcup-Torlauf der Saison bereits nach wenigen Toren und noch vor der ersten Zwischenzeit beendet. Damit hat auch nach dem zehnten Rennen noch kein DSV-Starter das Olympia-Ticket in der Tasche. Neureuther, der als Elfter von Beaver Creek wenigstens schon eine Hand an der Fahrkarte nach Turin hat (einmal unter die Top Acht oder zweimal unter die Top 15), verpasste nach einem Fehler und anschließendem Einfädeln das Finale. Der 33 Jahre alte Vogl, im vergangenen Winter noch starker Fünfter im Slalom-Weltcup, leistete sich wie schon in Beaver Creek bereits zu Beginn einen Patzer, den er nicht mehr korrigieren konnte.

Olympia-Ticket steht auf dem Spiel

"Ich bin dennoch davon überzeugt, dass es beide können. Heute haben wir uns aber sehr ungeschickt verhalten und uns selbst unter Druck gesetzt", sagte Herren-Cheftrainer Werner Margreiter über sein Duo. Vogl sei in seiner Leistungsfähigkeit noch nicht bei 100 Prozent angelangt, ergänzte der Österreicher: "Es war nun der zweite Ausfall in Folge. Da läuft man Gefahr, in der Startliste zurück zu rutschen." Neureuther dagegen sei "ungewohnt unsicher gefahren. Ich bin aber überzeugt, dass beide diese Situation bewältigen werden."

Der neuerliche Ausfall Vogls wiegt allerdings umso schwerer, darf er sich doch als einziger Deutscher berechtigte Hoffnungen auf eine Medaille bei den Winterspielen machen - so er dort überhaupt starten darf. Bis Olympia stehen noch fünf Torläufe an. Fünf Chancen für Vogl, die Norm noch zu erfüllen und zu beweisen, dass er in die Weltspitze gehört.

© SID

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