Ski alpin Weltcup: Götschl fährt im Super-G zum Sieg

Ski alpin Weltcup
Götschl fährt im Super-G zum Sieg

Beim Super-G in Tarvisio/Italien holte sich Renate Götschl ihren 45. Weltcup-Erfolg. Hinter der Österreicherin wurde Nicole Hosp Zweite, Maria Riesch fur auf einen starken achten Platz.

Maria Riesch ist als Achte beim Super-G im italienischen Tarvisio zu ihrem zweitbesten Saisonergebnis gefahren - nur bei ihrem Sieg in der Abfahrt von Lake Louise Anfang Dezember war sie besser. "Das tut so gut", sagte die 22-Jährige strahlend. Die Abfahrt am Samstag, die vom schweren, aber letztlich glimpflich verlaufenen Sturz der Schweizerin Tamara Wolf überschattet wurde, hatte sie als 19. beendet.

Für Riesch war der achte Rang das beste Resultat im Super-G in diesem Winter und das beste seit Platz drei in St. Moritz im Dezember 2004. "In einem Comeback-Jahr wie diesem ist Platz acht richtig okay", sagte sie: "Vor drei Jahren hätte das noch anders ausgesehen." Gina Stechert (Oberstdorf) als 21. und Petra Haltmayr (Rettenberg) als 28. komplettierten ein gutes deutsches Ergebnis.

Podium außer Reichweite

Die Podiumsplätze lagen für die deutschen Ski-Rennläuferinnen in Tarvisio aber in weiter Ferne. Maria Riesch war in der Abfahrt die beste Deutsche, Gina Stechert fuhr auf Platz 22 - beide hatten fast zwei Sekunden Rückstand auf die Siegerin Julia Mancuso (USA), die sich bei ihrem vierten Saisonsieg vor der Österreicherin Renate Götschl und Emily Brydon (Kanada) durchsetzte. Götschl holte sich mit Platz zwei zum fünften Mal die kleine Kristall-Kugel für die beste Abfahrerin der Saison.

Am Sonntag drehte Götschl den Spieß um - sie fuhr beim Super-G zu ihrem siebten Sieg in diesem Winter vor ihrer Teamkollegin Nicole Hosp und Mancuso. Als Siegerin der Disziplin-Wertung stand Götschl schon vor dem Rennen fest. Mit ihrem 45. Weltcup-Erfolg übernahm sie auch die Führung im Gesamt-Weltcup - gemeinsam mit Mancuso. Mit 1 199 Punkten liegt das Duo vorne, Hosp hat als Dritte 16 Zähler weniger.

Götschl: "Ich habe die Schmerzen ausgeschaltet"

Götschls starker Auftritt kam etwas überraschend. Beim Training am Donnerstag auf der welligen und anspruchsvollen Pista di Prampero war sie gestürzt. "Ich habe die Schmerzen ausgeschaltet", sagte sie. Götschl war nicht das einzige Opfer, das die Strecke forderte: Die Schweizerin Tamara Wolf erwischte es bei der Abfahrt schwer.

Die Junioren-Abfahrtsweltmeisterin von 2003 fiel so unglücklich auf Rücken und Hinterkopf, dass sie mit dem Hubschrauber in die nahe Klinik von Udine gebracht werden musste - sie kam mit einem heftigen Schlag auf den Kopf und einem überdehnten Kreuzband im rechten Knie davon. "Das ist nichts im Vergleich zu dem, was hätte passieren können", sagte der Schweizer Trainer Hugues Ansermoz: "Sie hat viel Glück gehabt, mit so leichten Verletzungen davongekommen zu sein."

© SID

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