Ski alpin Weltcup
Götschl gewinnt auch Super-G in Schladming

Renate Götschl (Österreich) hat sich auch den zweiten Super-G im laufenden alpinen Weltcup-Winter gesichert. Petra Haltmayr (Rettenberg) und Maria Riesch (Partenkirchen) schafften dagegen nicht den Sprung in die Top 20.

Es war kein schöner Tag für Maria Riesch. Das Rennen, bei dem sie nach langen Überlegungen dann doch an den Start gegangenen war, endete mit einer Enttäuschung. Im Anschluss an den Weltcup-Super-G auf der Reiteralm, bei dem sie mit mehr als zwei Sekunden Rückstand auf die überlegene Siegerin Renate Götschl (Österreich) nur Rang 26 belegte, hetzte die 22-Jährige dann nach Garmisch-Partenkirchen, wo ihr plötzlich verstorbener Großvater am Vormittag beigesetzt worden war. "Sein Tod hat mich schon sehr belastet", hatte Riesch vor dem Rennen eingeräumt.

Während die beste deutsche Ski-Rennläuferin schon auf dem Weg nach Hause war, feierte Götschl einen bemerkenswerten "Heimsieg". In 1:17,91 Minuten raste die 31-Jährige aus der Steiermark zu ihrem 40. Weltcupsieg. Teamkollegin Nicole Hosp (0,71 Sekunden zurück) und die Schweizerin Martina Schild (0,80) lagen schon Welten zurück. "Es war ein perfekter Lauf", sagte die glückliche Siegerin. Im Super-G fehlt ihr nach dem Erfolg in Lake Louise vor zwei Wochen nur noch ein Sieg, um Katja Seizinger einzuholen: Die dreimalige Olympiasiegerin ist mit 16 Super-G-Erfolgen noch die Nummer eins im Weltcup.

Götschl: "Es war heute so ein Spaß, da runterzufahren"

Götschl erwischte vor allem den technisch sehr anspruchsvollen Steilhang so gut wie keine der Konkurrentinnen. "Es war heute so ein Spaß, da runterzufahren", sagte die Österreicherin und versicherte lächelnd: "Der 40. Sieg wird mir lange in Erinnerung bleiben. Noch dazu in meiner Heimat, in der Steiermark. Wunderschön." Für die österreichische Mannschaft, die sieben Läuferinnen unter den ersten Acht platzieren konnten, war es der sechste Sieg im achten Rennen: Nur Maria Riesch und Lindsey Kildow (USA) konnten mit ihren Erfolgen bei den Abfahrten in Lake Louise Team Austria bislang Paroli bieten.

Von der Weltspitze aber waren die deutschen Damen auf der Reiteralm diesmal weit entfernt. Die beste war noch Petra Haltmayr (Rettenberg), die nach guter Fahrt im oberen Streckenteil mit 2,20 Sekunden Rückstand auf Götschl auf Rang 23 kam. Daneben ergatterte nur noch Maria Riesch (2,26 Sekunden zurück) Weltcuppunkte. Fanny Chmelar (Partenkirchen), die am Vortag als glänzende Sechste in der Super-Kombination das WM-Ticket gelöst hatte, belegte diesmal Rang 34, Viktoria Rebensburg (Kreuth) und Gina Stechert (Oberstdorf) die Ränge 38 und 42.

"Ich bin schon enttäuscht. Ich habe mir schon mehr erwartet"

Maria Riesch hatte sich nach Telefonaten mit den Eltern am Vortag dazu entschieden, erst nach dem Rennen nach Hause zu fahren. Mit ihrer Leistung war sie trotz der Belastung durch den Todesfall in der Familie nicht zufrieden. "Ich bin schon enttäuscht. Ich habe mir schon mehr erwartet", sagte sie nach ihrer Fahrt. Unsicher habe sie sich gefühlt, erklärte die Partenkirchenerin und merkte an. "Ich habe heute den Preis dafür bezahlen müssen, dass ich in der Saison bislang so wenig Super-G trainiert habe."

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%