Ski alpin Weltcup
Götschl in Cortina d´Ampezzo nicht zu stoppen

Die Österreicherin Renate Götschl hat bei der alpinen Weltcup-Abfahrt in Cortina d´Ampezzo den ersten Saisonsieg gefeiert. Auf Platz zwei landete Julia Mancuso aus den USA vor Elisabeth Görgl (Österreich).

Bei der alpinen Weltcup-Abfahrt in Cortina d´Ampezzo konnte Renate Götschl ihren ersten Saisonsieg verbuchen. Die Österreicherin setzte sich in 1:09,64 Minuten auf der wegen der widrigen Witterungsverhältnisse stark verkürzten Piste mit 0,05 Sekunden vor Julia Mancuso aus den USA und Elisabeth Görgl (Österreich) (0,30) durch. Petra Haltmayr aus Rettenbach wurde in 1:10,77 Minuten 14., Isabelle Huber aus Ruhpolding verpasste in 1:11,89 Minuten einen Platz unter den besten 15 und damit auch das Olympia-Ticket.

Mit ihrem vierten Rang sicherte sich die Österreicherin Michaela Dorfmeister (0,35) in der letzten Abfahrt vor den Olympischen Spielen in Turin den Weltcup-Sieg in der Disziplin-Gesamtwertung. Janica Kostelic dagegen führt weiter souverän im Gesamtweltcup. Mit 1 228 Punkten liegt die Kroatin deutlich vor Dorfmeister (1 020) sowie der schwedischen Titelverteidigerin Anja Pärson (901).

Siegerin küsst den Schnee

"Ich bin so überglücklich, ich kann gar nicht sagen, wie ich mich fühle", sagte die sichtlich aufgewühlte Götschl, die nach der Zieldurchfahrt spontan auf die Knie fiel und den Schnee küsste, als sie neben ihrer Laufzeit (1:09,64 Minuten) die "1" aufleuchten sah. Zehn Monate zuvor hatte sie zuletzt im Weltcup gewonnen, mit ihrem neunten Sieg in Cortina stellte die Österreicherin auch noch einen Rekord für Erfolge an einem Ort auf: Götschl überholte den Schweden Ingemar Stenmark (8 Siege in Madonna di Campiglio).

Nicht überglücklich, aber dennoch zufrieden verließ Petra Haltmayr den Zielraum der "Olimpia delle Tofane", die wegen des anhaltend starken Schneefalls in der Nacht und Nebels um 800 Meter und damit um ein Drittel hatte verkürzt werden müssen. "Ich ärgere mich natürlich über den Fehler. Aber die Form stimmt wieder, ich fahre gut Ski, und ich weiß, es ist noch was drin."

Dorfmeister zeigt sich am Ende versöhnlich

Viel hätte nicht gefehlt, und Götschl und Dorfmeister hätten sich an diesem Tag selbst um ihre Erfolge gebracht. Die Verkürzung der Strecke hatte vor allem der neuen Abfahrtsweltcup-Siegerin und ihrer Vorgängerin zunächst die Laune vermiest. Beide erwogen sogar einen spontanen Startverzicht, "aber zu zweit können wir ja eh nix ausrichten", sagte Dorfmeister, zeigte sich dann aber versöhnlich: "Mein erstes großen Ziel in dieser Saison habe ich erreicht." Nach der Weltcup-Kugel soll nun Abfahrtsgold bei Olympia folgen.

© SID

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