Ski alpin Weltcup
Grange holt sich in Wengen auch den Slalomsieg

Jean-Baptiste Grange ist in Wengen einfach nicht zu schlagen. Nach dem Sieg in der Super-Kombination sicherte sich der Franzose in 1:36,25 Minuten auch den Titel im Slalom. Felix Neureuther landete auf Platz 20.

Einen Tag nach seinem ersten Weltcup-Sieg bei der Super-Kombination hat Jean-Baptiste Grange die Konkurrenz im schweizerischen Wengen erneut das Fürchten gelehrt. Der Franzose triumphierte auch beim Slalom und verbuchte damit den zweiten Erfolg beim Torlauf in dieser Saison.

Dagegen musste Felix Neureuther einen kleinen Rückschlag hinnehmen. Bei den Weltcup-Slaloms in Alta Badia und Adelboden hatte der Partenkirchener zuletzt jeweils das Siegertreppchen besteigen dürfen, in der Gesamtwertung war er damit immerhin auf den zweiten Rang geklettert. Im Schneetreiben von Wengen verlor der 23-Jährige allerdings ein wenig den Durchblick: Beim Klassiker auf der traditionsreichen "Männichen"-Piste erreichte er nur Rang 20. "Ich ärgere mich, das ist nicht mein Anspruch", sagte er.

Mann der Stunde im alpinen Weltcup ist derweil Grange. Der Franzose, hinter dem Neureuther in Alta Badia Rang zwei belegt hatte, raste unbeeindruckt von den widrigen Bedingungen zu seinem dritten Saisonsieg. Der 23 Jahre alte Grange, am Vortag der erste französische Sieger in Wengen seit Jean-Noel Augert 1972 (Slalom), ist nun auch der erste französische Doppel-Sieger am Lauberhorn seit 1967: Damals gewann Jean-Claude Killy Abfahrt und Slalom.

Grange übernimmt Führung

"Ich war heute schon nervöser als gestern, vor allem im zweiten Lauf musste ich alles geben. Die Sicht war nicht sehr gut, die Piste schon", sagte Grange, der in der Gesamtzeit von 1:34,81 Minuten klar vor Jens Byggmark aus Schweden (0,80 Sekunden zurück) und Ted Ligety aus den USA (0,89) gewann. Er übernahm damit auch die Führung im Slalom-Weltcup (276 Punkte). Neureuther (199) fiel auf Rang vier zurück, hinter den diesmal ausgeschiedenen Benjamin Raich (Österreich/216) sowie Manfred Mölgg (Italien/205).

"Ich habe versucht anzugreifen, aber ich bin heute nie in einen Rhythmus gekommen", sagte Neureuther, der nach seinem etwas "zu zaghaften" ersten Lauf und Rang acht im Zwischenklassement auf Angriff setzte - allerdings vergeblich. "Ich hatte nie das Gefühl, das ich in Alta Badia und Adelboden hatte", ergänzte er. "Er hat den zweiten Lauf überhaupt nicht auf die Reihe bekommen, da wollte er es zu gut machen, weil das Podium doch noch in Reichweite war", analysierte DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier.

Neureuther: "Lasse den Kopf nicht hängen"

Während der ehemalige Junioren-Weltmeister Stefan Kogler (Schliersee/40.) und Christian Wanninger (Reichertsbeuren/46.) die nicht mal ungünstige Gelegenheit verpassten, wenigstens den zweiten Durchgang zu erreichen, richtete Neureuther nach dem Rennen seinen Blick schon wieder nach vorne: "Ich lasse den Kopf nicht hängen", betonte er, "ich gehe trotzdem mit Sicherheit und Selbstvertrauen in die nächsten Rennen." In der kommende Woche geht es zunächst nach Kitzbühel, dort kam er im Vorjahr auf die Ränge fünf und sechs.

Erneut nicht am Start war Alois Vogl, der in Wengen 2005 gewonnen und 2006 den dritten Platz belegt hatte. Der Routinier laboriert weiter an einer Hüftverletzung, soll aber am kommenden Sonntag in Kitzbühel wieder einsatzfähig sein. Dort erreichte er mit Rang drei sein bestes Resultat in der vergangenen Saison.

© SID

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