Ski alpin Weltcup
Gruber siegt im Super-G in Whistler

Beim Super-G im kanadischen Whistler war Christoph Gruber nicht zu stoppen. Der Österreicher siegte vor seinem Landsmann Hannes Reichelt und dem Slowenen Ales Gorza.

Christoph Gruber hat rund zwei Jahre vor den Winterspielen 2010 in Vancouver den ersten "Testlauf" auf der neuen Olympia-Strecke in Whistler gewonnen. Während der Österreicher beim Super-G im kanadischen Ski-Mekka seinen fünften Weltcupsieg feierte, verlief die Premiere auf der Piste "Dave Murray Downhill" für die beiden deutschen Starter enttäuschend: Stephan Keppler fuhr beim ersten von vier Olympia-Proberennen dieser Woche auf Rang 31, Felix Neureuther kam auf Platz 50.

Wie das Duo des Deutschen Skiverbandes (DSV) hatten auch einige Favoriten große Probleme mit der neugestalteten Olympia-Strecke. Der US-Amerikaner Bode Miller schied nach einer Kollision mit einem Tor ebenso aus wie "Mister Super-G" Hermann Maier (Österreich). Dennoch verteidigte Miller Rang eins im Gesamt-Weltcup. Verfolger Benjamin Raich aus Österreich verkürzte den Rückstand jedoch auf 69 Punkte.

Reichelt findet es "zum Arschbeißen"

"Das ist ein schwieriger Lauf, da bleibt keiner fehlerfrei", sagte Gruber nach seinem ersten Saisonsieg. Maier nannte die Piste "sehr anspruchsvoll". Die Athleten hatten am Whistler Mountain mit zahlreichen Richtungswechseln und schwierigen Geländeübergängen zu kämpfen. Zudem erschwerten Licht-Schatten-Wechsel sowie der weiche, warme Schnee die Fahrt.

Gruber kamen diese nahezu frühlingshaften Bedingungen entgegen wie kaum einem anderen Top-Läufer: Drei seiner zuvor vier Siege hat er in Garmisch-Partenkirchen gefeiert, wo traditionell im Frühjahr gefahren wird. In Whistler lag er in einer Zeit von 1:26,60 Minuten lediglich drei Hunderstelsekunden vor seinem Team- und Zimmerkollegen Hannes Reichelt - der fand seinen zweiten Rang "zum Arschbeißen".

Gorza fährt noch aufs Podium

Ales Gorza aus Slowenien (0,11 Sekunden zurück) komplettierte das Podium eines sehr knappen Rennens: Die Top Ten trennten nur 0,69 Sekunden, in der Weltcup-Geschichte gab es lediglich vier Super-G, in denen es noch knapper zuging.

Stephan Keppler hatte einen Rückstand von 1,72 Sekunden - auf einigen anderen Pisten hätte das für ein besseres Resultat gereicht. In der Super-G-Wertung behielt der Schweizer Didier Cuche Rang eins.

Das Rennen machte den Auftakt zum ersten und zugleich letzten vorolympischen Weltcup-Testlauf auf den für 18,8 Mill. Euro umgebauten Pisten in Whistler, 120 km nördlich der Olympiastadt Vancouver. Am Freitag steht die Abfahrt der Frauen auf dem Programm, am Samstag fahren die Männer Riesenslalom, ehe die Super-Kombination der Frauen das Wochenende am Sonntag beschließen wird.

© SID

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