Ski alpin Weltcup
Grugger gewinnt Super-G in Gröden

Beim Super-G in Gröden hat sich der Österreicher Hans Grugger den Sieg gesichert. Der 24-Jährige verwies den Kanadier Erik Guay und den Schweizer Ambrosi Hoffmann auf die Plätze.

Im alpinene Skizirkus bleibt es spannend wie nie: Acht Wochen vor den Olympischen Spielen wird die Liste der Medaillenkandidaten für die alpinen Ski-Wettbewerbe immer länger. Beim Weltcup-Super-G auf der klassischen "Saslong"-Piste im Grödnertal stand diesmal der Österreicher Hans Grugger ganz oben auf dem "Stockerl" - im elften Rennen der alpinen Saison war er bereits der neunte Sieger. Michael Walchhofer (Österreich) und Giorgio Rocca (Italien) haben als einzige in diesem Winter zwei Rennen gewonnen.

Grugger nutzte bei schwierigen Sichtverhältnissen die Fehler der Favoriten. Nach einer soliden Fahrt über die namhaften Passagen "Mauer" und "Ciaslat" absolvierte der 24-Jährige aus Bad Hofgastein vor allem die Einfahrt in den Zielhang besser als die Konkurrenz. In in 1:37,35 Minuten feierte Grugger seinen dritten Weltcup-Sieg, Erik Guay aus Kanada belegte mit 0,31 Sekunden Rückstand Rang zwei, eine Hundertstelsekunde dahinter folgte der Schweizer Ambrosi Hoffmann.

Ertl trauert verpassten Punkten nach

Andreas Ertl schlug sich als deutscher Solo-Starter durchaus wacker und belegte Rang 36 (1:39,52). "Ich habe mein Ziel nicht erreicht, ich wollte hier ein paar Punkte holen", bekannte der Lenggrieser, der Rang 30 aber nur um 0,18 Sekunden verpasste. Ertl hatte außerdem erst fünf Tage zuvor wieder mit dem Training beginnen können, nachdem er Mitte November eine Innenbandverletzung erlitten hatte. "Es war ein Anfang", sagte er.

Grugger nahm seinen dritten Weltcup-Sieg unterdessen gelassen zur Kenntnis. "Das kommt gar nicht so überraschend für mich. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis ich auch im Super-G ein Rennen gut herunterbringe", sagte er. Bislang hatte der Österreicher lediglich in Abfahrtsrennen auf dem Siegerpodest gestanden, dabei zweimal als Erstplatzierter. Seinen Aufschwung im Super-G hatte er in den ersten beiden Saisonrennen in dieser Disziplin aber schon angedeutet.

Svindal überholt Miller im Gesamtklassement

Die Favoriten haben es dagegen auch im Gesamtweltcup weiter schwer in diesem Winter. In Führung liegt wieder der Norweger Aksel Lund Svindal, der sich von einem kapitalen Sturz im Abfahrtstraining am Mittwoch gut erholt zeigte und trotz einer schweren Hüftprellung hinter Landsmann Kjetil Andre Aamodt Fünfter wurde. Svindal zog mit 412 Punkten an Titelverteidiger Bode Miller (USA) vorbei, der allerdings nach seinem achten Rang nur zwei Zähler weniger aufweist.

Miller (0,61 Sekunden Rückstand auf Grugger) verlor ebenso wie Hermann Maier (0,45) vor allem auf dem letzten Streckenabschnitt viel Zeit. "Ich war voll dabei, aber unten bin ich dann verhungert", erklärte der sechstplatzierte Maier. Grugger verteilte unterdessen Lob an seine Serviceleute: "Die haben super gearbeitet, sonst wäre ich am Ende nicht so schnell gewesen."

© SID

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