Ski alpin Weltcup
Ivica Kostelic siegt - Deutsche enttäuschen

Ivica Kostelic (Kroatien) hat die Weltcup-Super-Kombination auf der Reiteralm bei Schladming (Österreich) für sich entschieden. Die deutschen Starter konnten indes nicht überzeugen.

Die zweite Weltcup-Super-Kombination der WM-Saison auf der Reiteralm bei Schladming (Österreich) ist mit einem Sieg des Kroaten Ivica Kostelic zu Ende gegangen. Der ältere Bruder von Olympiasiegerin Janica Kostelic verwies nach einem Super-G und einem Slalom-Lauf in einer Gesamtzeit von 2:08,90 Minuten (1:19,87 Minuten/49,03 Sekunden) Lokalmatador Romed Baumann auf den zweiten Platz. Dritter wurde der Franzose Pierrick Bourgeat.

Für Kostelic war es der achte Weltcup-Sieg, sechs davon errang er im Slalom, einen weiteren in der traditionellen Kombination aus einer Abfahrt und zwei Slalom-Durchgängen. Der 27 Jahre alte Olympia-Zweite ist bereits der achte Sieger im achten Saison-Rennen. Keine Nation durfte sich bisher über zwei Siege freuen.

Keppler und Neureuther enttäuschen

Die Starter des Deutschen Skiverbandes (DSV), die zuletzt mit starken Ergebnissen auf sich aufmerksam gemacht hatten, enttäuschten. Lediglich Felix Neureuther durfte im Slalom noch an den Start gehen. Der Partenkirchener hatte als 54. nach dem Super-G aber keine Chance mehr, um die vorderen Plätze mitzufahren. Stephan Keppler aus Ebingen und Stefan Kogler (Schliersse) schieden schon in der ersten Teil-Disziplin aus.

"Wir haben in den Speed-Disziplinen eben noch Nachholbedarf", sagte Cheftrainer Werner Margreiter. Neureuther drückte es drastischer aus: "Ich bin blöd gefahren", sagte er. Als Dritter im Slalom von Beaver Creek hatte er vor einer Woche das beste Ergebnis seiner Karriere gefeiert und den deutschen Aufwärtstrend unterstrichen. Seine gute Slalom-Form zeigte er auch auf der Grasselhöhe. Doch die elftbeste Zeit nutzte nichts mehr, weil er als 54. nach dem Super-G aussichtslos zurücklag.

"Die Piste war sehr, sehr weich. Da habe ich völlig die Linie verloren und meinen Rhythmus nie gefunden", sagte der 22-Jährige. 20 Zentimeter Neuschnee hatten die Bedingungen erschwert. Die Sicht war bei leichtem Schneefall zudem nicht optimal - vor allem für Läufer mit hoher Startnummer, wie sie die Deutschen hatten.

Nachholbedarf im Speed-Bereich

"Das soll aber keine Ausrede sein" meinte Neureuther: "Man hat eben auch gesehen, dass ich im Speed-Bereich noch nicht so zu Hause bin." Dafür aber bei der Jagd durch den engen Stangenwald: "Ich bin zurzeit richtig gut drauf im Slalom", fand er. Margreiter ergänzte: "Sein Slalom war ansprechend, da können wir noch einiges erwarten."

Wie Neureuther nannte auch Keppler seinen Super-G "ein bisschen blöd". Er tröstete sich mit der Tatsache, "dass ich hier nur wieder das Gefühl für Speed-Rennen bekommen wollte". Ab Samstag will er es bei Abfahrt und Super-G in Gröden (Italien) besser machen.

Die Super-Kombi auf der Reiteralm war die sechste ihrer Art in der alpinen Weltcupgeschichte, viermal hatten Österreicher gewonnen, einmal der Norweger Aksel Lund Svindal, der in Schladming Sechster wurde. Zum ersten Mal wurde bei den Männern zunächst ein Super-G anstelle einer Abfahrt gefahren.

© SID

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