Ski alpin Weltcup
Janka auch bei Beaver-Creek-Abfahrt Schnellster

Bei der Weltcup-Abfahrt im US-amerikanischen Beaver Creek hat sich Schweizer Carlo Janka seinen zweiten Weltcup-Sieg binnen zwei Tagen gesichtert. Didier Cuche wurde Zweiter.

Carlo Janka krönte sich mit seinem zweiten Weltcup-Sieg binnen 24 Stunden zum König der "Raubvogel-Piste", für das deutsche Quintett blieben nur Rollen als Untertanen. Während der 23-jährige Schweizer nach dem Erfolg in der Super-Kombination von Beaver Creek mit dem Abfahrts-Coup am gleichen Ort den zweiten Triumph in Folge feierte, war Tobias Stechert aus Oberstdorf als 35. bester Deutscher.

Der WM-Dritte Janka behauptete mit seinem ersten Sieg in der alpinen Königsdisziplin auch seine Führung in der Gesamtwertung. Für die Ski-Nation Schweiz war sein vierter Weltcup-Sieg bereits Erfolg Nummer vier im sechsten Rennen der Olympia-Saison. Und bereits am Sonntag könnte Nummer fünf folgen: Im Riesenslalom tritt Janka als Top-Favorit an. Bei der Abfahrt lag er in 1:43,49 Minuten hauchdünn vor Teamkollege Didier Cuche (0,02 Sekunden zurück) und dem Norweger Aksel Lund Svindal (0,04). Vierter wurde Bode Miller (USA/0,45).

"Ich bin sehr zufrieden. Es waren zwei Top-Tage hier in Beaver Creek", sagte Janka, der in zuvor sechs Rennen in den amerikanischen Rocky Mountains nicht über Rang neun hinausgekommen war. "Ich habe mich in den letzten Jahren herangetastet, aber wirklich gelaufen ist es nie. Warum es jetzt doch geklappt hat, weiß ich aber auch nicht", sagte der wegen seiner Verschwiegenheit "Iceman" genannte Bündner, dessen größter Erfolg WM-Gold im Riesentorlauf von Val d"Isere ist.

Bode Miller bietet Spektakel

Die größte Show bot allerdings mal wieder Miller. Im Gleitstück rutschte er aus, im Steilhang leistete er sich einen Beinahe-Sturz mit spektakulärer Schräglage, und vor dem Zielsprung raste er fast in ein Richtungstor. Auf seine brennenden Oberschenkel gestützt und nach Luft ringend kommentierte der Exzentriker sein wildes Rodeo im Ziel mit Kopfschütteln - wohl wissend, dass jeder andere Athlet nach solch einer Fahrt im hinteren Feld oder gar im Zaun gelandet wäre.

Da konnten auch die deutschen Athleten nur staunend zuschauen. Hinter Stechert (2,57 Sekunden zurück) belegten Andreas Strodl aus Partenkirchen (3,08), Stephan Keppler (Ebingen/3,60) und Strodls Bruder Peter (Partenkirchen/4,68) die Plätze 40, 43 und 45. Hannes Wagner (Hindelang) schied kurz vor dem Ziel aus.

© SID

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