Ski alpin Weltcup
Janka gewinnt Super-Kombi, Neureuther enttäuscht

Bei der Super-Kombination in Beaver Creek/USA hat Carlo Janka seinen dritten Weltcup-Sieg gefeiert. Felix Neureuther verpasste eine gute Platzierung bereits nach der Abfahrt.

Für Ski-Rennläufer Felix Neureuther hat das Unternehmen Olympiamedaille in der Super-Kombination mit einer herben Enttäuschung begonnen. Der 25-jährige Partenkirchner war beim ersten Weltcup-Wettbewerb dieses Winters in seiner zweitstärksten Disziplin als 22. zwar so gut wie nie zuvor beim "Zweikampf" der Alpinen, das Podest lag für ihn aber klar außer Reichweite.

Dort stand zum dritten Mal in seiner Karriere der Schweizer Carlo Janka ganz oben. Der Riesenslalom-Weltmeister lag nach der Abfahrt und dem abschließenden Slalom-Lauf auf der anspruchsvollen "Raubvogel-Piste" in einer Gesamzeit von 2:32,26 Minuten deutliche 0,43 Sekunden vor Landsmann Didier Defago, der nach der Abfahrt noch in Führung gelegen hatte. Dritter wurde der Kroate Natko Zrncic-Dim (0,49 Sekunden zurück).

"Das war brutal"

"Das war brutal, ich habe sehr viele Fehler gemacht", sagte Neureuther nach der Abfahrt auf der berühmt-berüchtigten Strecke in den amerikanischen Rocky Mountains. Die Schussfahrt hatte er nur auf Platz 40 beendet, er war aber dennoch optimistisch geblieben. "Ich hatte die Piste besser im Griff als im Training. Es hat Spaß gemacht - und jetzt kommt ja meine Disziplin", meinte er.

Neureuthers Disziplin ist der Slalom - und tatsächlich verhalf ihm der zu seinem besten Kombi-Ergebnis im Weltcup. Dass er im Tanz durch den Stangenwald aber nur die achtbeste Zeit schaffte, stellte den ehrgeizigen Athleten nicht zufrieden. Zumal er angekündigt hat, in Vancouver auch in der Kombi nach einer Medaille greifen zu wollen.

Immerhin: Zuvor war er in einer Kombination nicht über den 24. Platz hinausgekommen. Auch sein Kollege Stephan Keppler (Ebingen) war als 27. gut wie nie in einer Kombination, der Speed-Spezialist hatte seine Chance auf eine noch bessere Platzierung aber als 35. schon in der Abfahrt verspielt.

Hexenschuss stoppt Andreas Strodl

Keppler war kurzfristig für Andreas Strodl (Partenkirchen) eingesprungen, der sich am Morgen zuvor beim Aufwärmen einen Hexenschuss zugezogen hatte. Die Piste hatte schon im Training ihre "Opfer" gefordert. Der Österreicher Rainer Schönfelder reiste mit Verdacht auf Meniskus- und Bänderriss ab und Pierre-Emanuel Dalcin zog sich einer ersten Diagnose zufolge bei einem Sturz Verletzungen an Schulter, Knie und Knöchel zu. Wegen der Unfälle wurde der schwierige "Harrier-Sprung" vor der Kombi abgetragen.

Die Super-Kombinierer fuhren erstmals im Weltcup eine komplette Abfahrt, zuvor waren sie stets auf leicht verkürzte Pisten gegangen. Mit dieser Regel-Änderung sollen den bislang leicht benachteiligten Speed-Spezialisten bessere Chancen eingeräumt werden - und Janka kam das gleich zugute. Der 23-Jährige übernahm sogar die Führung in der Gesamtwertung, meinte aber: "Die Saison ist noch lange, da bedeutet das noch nichts."

In Beaver Creek wird am Samstag eine Spezialabfahrt gefahren, am Sonntag steht noch ein Riesenslalom auf dem Programm.

© SID

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